Der Ex-Bayer-Profi Steffen soll Preußen Münster wachküssen.

Ein Lachen mit Ansteckungsgefahr: Horst Steffen bei seiner Vorstellung in Münster.
Ein Lachen mit Ansteckungsgefahr: Horst Steffen bei seiner Vorstellung in Münster.

Ein Lachen mit Ansteckungsgefahr: Horst Steffen bei seiner Vorstellung in Münster.

Jürgen Peperhowe

Ein Lachen mit Ansteckungsgefahr: Horst Steffen bei seiner Vorstellung in Münster.

Krefeld. Eigentlich sah man nur fröhliche, strahlende Gesichter. Oben auf dem Podium war die Stimmung richtig gut, fast schon gelöst. Preußen Münsters Präsident Georg Krimphove stellte den neuen Trainer Horst Steffen vor. Normalerweise ist die Laune bei solchen Anlässen eine ganz andere, mit hängenden Gesichtszügen und todernsten Mienen. So läuft das sonst: Einen Tag zuvor wurde der Trainer entlassen, ein, zwei Tage später der Neue vorgestellt, dann nach weiteren 48 Stunden ruft der Punktspiel-Alltag, Krisenbewältigung im Eiltempo. Das war dieses Mal in Münster anders.

Aufbruchstimmung. „Das ist eine freudige Botschaft“, erklärte Krimphove, blickte nach links und meinte die Verpflichtung des 46 Jahre alten Fußballlehrers Steffen, dessen Fußballwiege beim FC Bayer Uerdingen stand. Der grinste, so viel Vorschusslorbeer tat gut. Nach dem letzten Auftritt 2015 Mitte Dezember hatte der Clubchef Ralf Loose beurlaubt, fünf Tage vor dem Fest.

Offensiv und witzig präsentiert sich Steffen bei seiner Vorstellung

Am Montag vor Weihnachten wurde Kontakt zu Steffen aufgenommen, kurz vor der Christmette der Vertrag in Kaarst unterschrieben. „Das erste Gespräch am Montag lief so, dass ich mir gleich vorstellen konnte, nach Münster zu gehen. Die Überzeugung für die Preußen war schnell da“, fasste der im November bei den Stuttgarter Kickers freigestellte Steffen die Vorweihnachtszeit zusammen. Der Rest ging ganz schnell, unter dem Baum saß er bereits als neuer Preußen-Trainer.

Offensiv und witzig agierte Steffen bei der Präsentation. Er beantwortete wirklich jede Frage, auch die wenig Fußball-affine nach dem Filmzitat „Alles auf Horst.“ Die Antwort kam prompt. „Bang Boom Bang.“ Horst hier, Horst da, Horst überall, so lautete der Kanon des ersten Arbeitstages, Steffen versprach: „Ich werde alles Erdenkliche dafür tun, dass die Preußen attraktiven und schönen Fußball spielen.“ Um dann noch, als er nach seinem ersten Eindruck per Videoanalyse und Faktenstudium am Schreibtisch sagte: „Die Mannschaft hat das Potenzial, oben dran zu bleiben. Wie viel Entwicklung aber noch möglich ist, das weiß ich aktuell nicht.“ Und was ist mit neuen Spielern, mit Winter-Transfers? „Nein, da sind wir uns relativ einig, dass wir das mit dem aktuellen Kader hinbekommen“, sagte Steffen.

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