Der Crefelder HTC ist im Play-off-Duell mit den Rot-Weißen nur Außenseiter. Landet die junge Garde eine Überraschung?

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Holt der CHTC mit Oskar Deecke gegen die favorisierten Kölner zum großen Schlag aus?

Holt der CHTC mit Oskar Deecke gegen die favorisierten Kölner zum großen Schlag aus?

Andreas Bischof

Holt der CHTC mit Oskar Deecke gegen die favorisierten Kölner zum großen Schlag aus?

Krefeld. Eine große Zuschauerkulisse erwarten die Verantwortlichen des Crefelder HTC am Sonntag auf der Gerd-Wellen-Anlage in der Vreed. Zum ersten von drei möglichen Play-off-Spielen um die Deutsche Hockey-Meisterschaft tritt der Crefelder HTC gegen Rot-Weiß Köln an. Das Rückspiel in Köln ist auf den 23. Mai terminiert, ein mögliches drittes Spiel steigt am 24. Mai, ebenfalls in Köln.

Für viele Experten steht der Sieger schon fest. Kaum einer zweifelt an einem Erfolg der Domstädter. Doch CHTC-Trainer Dietmar Alf zeigt sich kämpferisch: "Wir werden die Spiele sicherlich nicht abschenken, auch wenn Köln favorisiert ist." Die Kölner sind von Nationalspielern durchsetzt und streben den Titelgewinn an.

Anders als beim Crefelder HTC, wo die Jugendarbeit einen sehr großen Stellenwert hat und die Nachwuchsspieler in das Bundesligateam integriert werden, haben die Kölner ihr Star-Ensemble nach und nach "eingekauft", um wieder an frühe Erfolge anzuknüpfen. Zehnmal konnten die Kölner bislang eine nationale Meisterschaft gewinnen und waren sechsmal Hallen-Europapokalsieger der Landesmeister.

Christopher Zeller ist mit 28 Treffern der Torjäger der Bundesliga

Christopher Zeller ist der herausragende Akteur im Kölner Team. Mit seinen 28 Treffern düpiert der Vollblutstürmer die gesamte Liga. Der 25-Jährige ist der jüngere Bruder von Philipp Zeller, der ebenfalls Nationalspieler ist und zum Kernteam der Kölner gehört. Christopher Zeller ist auch der Goalgetter der Nationalmannschaft und wurde vor zwei Jahren zum U23-Welthockeyspieler gewählt. Die beiden Brüder Zeller, Tibor Weißenborn, die Brüder Timo und Benjamin Weß sowie Torhüter Max Weinhold wechselten von ihren Vereinen in der Saison 2007/2008 zum damaligen Zweitligisten Rot-Weiß Köln und schafften den direkten Aufstieg in die Bundesliga.

Nun zählen die Kölner zu den Meisterschaftsanwärtern. Mit Christoph Bechmann, dem ehemaligen Nationalspieler des Gladbacher HTC, haben die Kölner einen sehr engagierten Trainer, der sein Meisterstück vollenden will.

Den CHTC im Vorfeld schon abzuschreiben, wäre allerdings unklug. Sicherlich fehlen den Krefeldern derzeit die großen Persönlichkeiten in der Mannschaft, doch reifen im Stadtwald junge, hungrige Talente heran. In den aktuellen Nationalspielern Oskar Deecke und Linus Butt sowie den Junioren-Nationalspielern Niklas Sakowsky sowie Felix Klein warten beim CHTC gute Spieler auf ihren großen Durchbruch. Dazu stehen mit Nicolas Müsgens, Till Kriwet und André Otten erfahrene Recken im rot-grünen Trikot. Und das die Krefelder für jede Überraschung gut sein können, bewiesen sie schon im Gruppenspiel. Die Kölner gewannen zwar im September 2008 mit 5:4, hatten dabei aber sehr viel Glück. Kann gut sein, dass der CHTC am Sonntag über sich hinauswächst und die Kölner Stars überrascht.

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