Beim UHC Hamburg setzt es eine 3:9-Klatsche. Und in der Play-off-Runde könnten die Hanseaten wieder der Gegner sein.

Krefeld. Es war nicht nur eine bittere Pille. Nein, der Crefelder HTC wurde deklassiert. Denn wenn man 3:9 in der obersten Hockeyliga verliert, dann ist dies schon eine Klatsche erster Güte. Der UHC Hamburg war im vorletzten Gruppenspiel der Feldhockey-Bundesliga gegen den CHTC in allen Belangen überlegen.

Das Ergebnis hätte sogar zweistellig ausfallen können, hätte nicht der Krefelder Keeper Niklas Sakowsky bei den Strafecken der Hanseaten hervorragend reagiert. Der CHTC bleibt dennoch auf dem siebten Tabellenrang, da sich der Düsseldorfer HC beim Berliner HC mit 4:2 durchsetzte und der Abstand zum Achtplatzierten Berlin gleichblieb.

Trainer Dietmar Alf fand klare Worte: "Wir waren leider jedem unserer Gegenspieler unterlegen. Es war die höchste Feldhockeyniederlage unter meiner Ägide - das war eine bittere Lektion." Lediglich 15 Minuten konnten die Krefelder dem Angriffswirbel standhalten, danach brachen alle Dämme, die Hamburger spielten Katz und Maus mit dem Ex-Meister und Europa-Cupsieger.

Acht Strafecken in der ersten Hälfte für den UHC, auch für Feldhockeyverhältnisse eine riesige Schlagzahl. Junioren-Nationalkeeper Niklas Sakowsky, der den Vorzug vor Olympiasieger Christian Schulte erhielt, zeigte bei vier Strafecken eine großartige Leistung, konnte aber die Treffer danach kaum verhindern.

Das Halbzeitergebnis von 3:1 für Hamburg, wobei lediglich Philipp Großer mit seinem Treffer zum 1:1 den CHTC bis zur 29. Minute im Spiel hielt, sah noch sehr human aus.

Endergebnios: UHC Hamburg - Crefelder HTC 9:3

Aufstellung CHTC: Sakowsky, Fröschle, L. Butt, M. Broja, J. Broja, Kriwet, N. Müsgens, Deecke, Michely, Großer, A. Butt, Klein, Paß, Wüterich, Otten, Jarosch, Rutt

Tore: 1:0 (8.) Fürste, 1:1 (23.) Großer, 2:1 (29.) Breitenstein, 3:1 (32.) Fürste, 4:1 (46.) Oldhafer, 5:1 (48.) Sunkel, 5:2 (55.) Rutt, 6:2 (57) Witte, 7:2 (63.) Miltkau, 7:3 (65.) A. Butt, 8:3 (67.) Sunkel

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hamburg nochmal das Tempo. Beim Stande von 5:2 schien es, als wenn sich der CHTC aufgegeben hätte. Doch der UHC kannte kein Erbarmen, und machte fast aus jedem Angriff einen Treffer.

Am Schlusstag der Gruppenspiele in der Hockey-Bundesliga, hat der CHTC am Samstag die Möglichkeit, sich im Heimspiel gegen Schlusslicht Harvestehude Hamburg ein wenig sich zu rehabilitieren. Doch sollte Krefeld wirklich den siebten Rang behaupten, dann wartet im ersten Play-off-Spiel wahrscheinlich wieder der UHC Hamburg.

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