In der Regionalliga hat der SC Bayer Uerdingen sein erstes Punktspiel sang- und klanglos verloren.

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Heider Thomas (Nummer 18) und der vergebliche Versuch, ein Tor zu erzielen.

Heider Thomas (Nummer 18) und der vergebliche Versuch, ein Tor zu erzielen.

Cepanta Poursharif

Heider Thomas (Nummer 18) und der vergebliche Versuch, ein Tor zu erzielen.

Wermelskirchen. Den Handball-Youngstern des SC Bayer 05 Uerdingen blies gleich am ersten Spieltag der knallharte Regionalligawind mitten ins Gesicht. Mit 19:30 (8:14) unterlag der Abstiegskandidat völlig verdient dem haushohen Meisterschaftsfavoriten TuS Wermelskirchen. "Der Sieg ist zu hoch ausgefallen und spiegelt nicht wirklich das Spiel wider. Wir haben den Gastgebern Dank einer guten Abwehrleistung das Leben ganz schön schwer gemacht." Doch im Angriff lief nicht viel zusammen.

Die Gäste aus Krefeld gehen hypernervös ins Spiel

"Da wartet noch eine Menge Arbeit”, sagte Bayer-Trainer Jörg Förderer und wirkte trotz der herben Schlappe gar nicht angefressen. "In der Liga werden wir aufgrund dieses Ergebnisses nun als klarer Absteiger gehandelt. Aber damit kann ich leben”, grinste Förderer vielsagend und sieht für die Zukunft längst nicht schwarz.

Hypernervös starteten die Krefelder in der gut besuchten Wermelskirchener Sporthalle am Schwanen ins Spiel. Fünf Abspielfehler in den ersten sieben Minuten brachten Wermelskirchen gleich von Beginn an auf die Siegerstraße und sorgten zudem für eine beruhigende 5:1-Führung. Die enorm hohe Fehlerquote im Angriff zog sich durch das gesamte Spiel. 31 Chancen vergaben die ganz in Rot aufspielenden Gäste im Laufe der 60 Minuten, darunter drei Siebenmeter. Etliche Male wackelte das Torgehäuse, weil Latte und Pfosten im Minutentakt wackelten.

Doch Tore wollten nicht fallen. Selbst beim verdienten 10:14-Zwischenstand blieb Wermelskirchen letztlich ungefährdet. Denn wenn ein Uerdinger Angreifer einmal frei zum Wurf kam, stand mit Max Hamers der überragende Spieler im Kasten der Gastgeber. Der TuS-Keeper krönte seine Topleistung mit einem Feldtor, nachdem Förderer seine Mannschaft beim Stande von 14:26 (51.) zur offen Manndeckung beordert hatte. Rotzfrech lief der 29-Jährige fast von der Mittelinie im Alleingang durch Mann und Maus und erzielte das Tor zum 27:17 (55.). Den umjubelten Schlusspunkt zum 30:19 setzte Hamers dann per Siebenmeter. "Wir müssen uns an ganz anderen Mannschaften orientieren. Doch im letzten Jahr haben wir hier eine noch höhere Klatsche bezogen”, erinnerte Förderer an die 28:41-Schmach ebenfalls zum Auftakt in Wermelskirchen. Am Schwanen hängen die Trauben für die Uerdinger verdammt hoch.

SC Bayer: Bartmann, Jäger (ab 30.) - Reich (7/3), Schlierkamp (3/1), Schult (3), Weis (2), Pletz (2), Windrath (1), Fietze (1), Janus, Mertens, Thomas, Schmitz

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