Faustschlag gegen Thomas Plhak weiter in der Diskussion.

Handball
Thomas Plhak liegt am Boden. Der Duisburger Spieler Marcel Wernicke hat ihn mit einem Faustschlag niedergestreckt.

Thomas Plhak liegt am Boden. Der Duisburger Spieler Marcel Wernicke hat ihn mit einem Faustschlag niedergestreckt.

Volker Nagraszus

Thomas Plhak liegt am Boden. Der Duisburger Spieler Marcel Wernicke hat ihn mit einem Faustschlag niedergestreckt.

Krefeld. Für die HSG Krefeld ist der Faustschlag des Duisburger Spielers Marcel Wernicke (die WZ berichtete) in das Gesicht von Rechtsaußen Thomas Plhak – nach seiner Schädelprellung trainiert der Spieler wieder – während des Drittligaspiels kurz vor Weihnachten längst nicht vom Tisch.

Bislang haben die Verantwortlichen des HSG noch gar nicht zusammengesessen, da Manfred Fothen diese Woche im Skiurlaub war. „Wir werden nur in enger Abstimmung Entscheidungen fällen, darum warten wir, bis alle wieder an Bord sind. Aus Krefeld wird es keinen Schnellschuss geben“, sagt Thomas Wirtz.

Der Duisburger Spieler soll 300 Euro Geldbuße nach Krefeld spenden

Laut Wirtz stehen weiter drei Möglichkeiten zur Debatte. Danach könnte die HSG zivilrechtliche Schritte gegen den Duisburger Spieler einleiten oder den Deutschen Handball Bund aufgrund des offiziellen Videobeweises auffordern, wegen der Tätlichkeit im Nachhinein noch aktiv zu werden. Der auf der Facebook-Seite der HSG veröffentlichte Videoausschnitt stammt aus dem offiziellen Video, das alle Heimmannschaften bei jedem Drittligaspiel verpflichtend aufnehmen müssen, und in dem der Schlag eindeutig dokumentiert wurde.

Als dritte und letzte Möglichkeit könnte die HSG es beim derzeitigen Stand bewenden lassen. Denn Wernicke hat sich bei Plhak telefonisch entschuldigt. Sein Klub, die SG OSC Löwen Duisburg, schickte derweil lediglich eine „Pressemitteilung“ an alle Duisburger Zeitungen und veröffentlichte diese später auf der eigenen Homepage. Darin entschuldigt sich der Klub beim Spieler, der HSG Krefeld und allen Fans.

Doch erneut wird die Tat als unglücklicher Schlag aus der Drehung heraus dargestellt. Weiterhin äußern die Verantwortlichen kein Verständnis für die Veröffentlichung des Videoclips, der dem Ansehen des Spielers geschadet hätte. Da Wernicke von den Schiedsrichtern außer einer Spieldauer-Disziplinarstrafe (Rote Karte) keine weiteren Sanktionen zu fürchten hat, bestrafte der Klub den Spieler intern mit einer Geldbuße von 300 Euro, die der OSC-Kapitän nun an eine einen gemeinnützige Krefelder Organisation zu zahlen hat.

Trotzdem geht es für die HSG auch sportlich weiter, gestern empfing der Verein Zweitligist TuSEM Essen. Das Testspiel ging 28:37 (13:21) verloren. Mehr dazu in der Ausgabe am Montag.

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