Die Uerdinger verlieren 19:32 beim VfL Gummersbach II.

Uerdingen. Olaf Mast, Trainer des Handball-Drittligisten SC Bayer Uerdingen, hat mit seiner Mannschaft schon eine Menge positive Überraschungen erlebt. Doch bei der 19:32 (7:15)-Niederlage gegen die Bundesliga-Reserve des VfL Gummersbach lernte der 44-Jährige sein Team von einer neuen Seite kennen. „Was wir geboten haben, hatte mit Drittliga-Handball nichts zu tun. Wir sind völlig kopflos ins Verderben gerannt und haben sämtliche Tugenden, die uns bisher ausgezeichnet haben, vermissen lassen. Solch eine Spielweise einer Mannschaft bin ich nicht gewohnt. Ich habe dafür auch keine Erklärung“, sagte Mast.

Das Fehlen von Spielmacher Thomas Pannen machte sich deutlich bemerkbar. Weil auch Ersatzmann Dominic Kasal nicht mitwirken konnte, ruhte alle Verantwortung auf Maximilian Unger. Doch den 25-Jährigen allein für die höchste Saisonniederlage verantwortlich zu machen, wäre zu viel des Guten. Von beiden Keepern Heesen und Bartmann, die jeweils 30 Minuten das Tor hüteten, bis zum letzten Auswechselspieler attestierte Mast keinem eine normale Leistung.

Die aggressive Deckung der Hausherren gefällt den Gästen nicht

Gab es bei den beiden jüngsten Niederlagen gegen Hagen und Edewecht zumindest noch eine Hälfte, in der das Spiel einigermaßen lief, so leistete sich das Bayer-Team in Gummersbach einen Blackout über 60 Minuten. Die aggressive 5:1-Abwehr der Hausherren schmeckte den Gästen überhaupt nicht. Hinzu kam, dass selbst in aussichtsreichsten Situationen die Abschlüsse kläglich und leichtfertig vergeben wurden. So zog Gummersbach nach dem 3:6-Anschlusstreffer von Alexander Schult (15.) auf und davon und schafften gleich fünf Tore in Folge. „Das Spiel war eigentlich schon zur Pause gelaufen“, erinnerte sich Mast. Nächster Gegner ist ausgerechnet Titelaspirant VfL Edewecht. ps

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