Der Crefelder CHTC verliert mit 9:10 nach Verlängerung gegen Harvestehude und verpasst damit die Endrunde.

wza_1238x1243_611699.jpeg
Ausgerutscht: CHTC-Kapitän Nico Müsgens (l.) im Duell mit Tobias Lietz.

Ausgerutscht: CHTC-Kapitän Nico Müsgens (l.) im Duell mit Tobias Lietz.

Gayk

Ausgerutscht: CHTC-Kapitän Nico Müsgens (l.) im Duell mit Tobias Lietz.

Krefeld. Aus und vorbei! Der Crefelder HTC fährt nicht zur deutschen Hockey-Endrunde nach Berlin. In einem dramatische Viertelfinalspiel unterlag der CHTC gegen den Harvestehuder THC knapp mit 9:10. Erst in der Verlängerung mussten sich die Krefelder geschlagen geben. Allerdings war der Sieg der Hanseaten nicht unverdient, denn der CHTC schaffte es nicht, nach 5:2- bzw. 6:3-Führung Ruhe ins Spiel zu bringen. "Wir konnten nicht unsere Topleistung abrufen, hatten aber auch ein wenig Pech", sagte Trainer Matthias Mahn.

450 Zuschauer gaben der Begegnung in der Kurt-Tucholsky-Halle die rechte Kulisse. Frenetisch wurde der CHTC angefeuert, doch den besseren Start erwischten die Gäste. Erst zum Ende der ersten Hälfte kamen die Krefelder besser ins Spiel und behaupteten eine 3:2-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel gab der CHTC Gas, drängte den Gegner zurück und baute die Führung auf 5:2 aus. Die Schlüsselszene gab es in der 41. Minute. Zu diesem Zeitpunkt führte Krefeld mit 6:3. Nach einem Foulspiel sah Philipp Fröschle die Gelbe Karte und bekam damit eine Zeitstafe von fünf Minuten aufgebrummt. Das Überzahlspiel nutzten die technische versierten Hamburger aus, egalisiertenden Rückstand und waren zurück im Spiel. "Die Zeitstrafe von Philipp Fröschle war ein Knackpunkt", sagte Mahn.

Offener Schlagabtausch mit Torchancen auf beiden Seiten

Fortan gab es einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten. In der 58. Minute ging Harvestehude 8:7 in Führung. Ein erfolgreicher Siebenmeter von Max Wüterich wenige Sekunden später brachte mit dem 8:8 die Verlängerung. Die Extrazeit begann der HTHC in Überzahl, da Patrick Schmidt in der 59. Minute die Gelbe Karte sah, als er mehrmals die Pfiffe der Schiedsrichter ignorierte. Das schnelle Tor zur 9:8-Führungder Gäste konnte Alan Butt noch ausgleichen. Beim Stande von 9:9 scheiterte Felix Klein nach einer Strafecke mit einem Pfostenschuss. Im Gegenzug machte Hamburg mit dem zehnten Tor alles klar. "Wir haben eine gute Saison gespielt. Berücksichtgt man, dass mit Linus Butt und Oskar Deecke zwei Nationalspieler fehlten, haben wir viel erreicht", sagte Mahn. Am Dienstag spielt der CHTC ein Testspiel gegen die Deutsche Hallen-Nationalmannschaft, und zwar um 20.30 Uhr in Rheydt.

Sakowsky, Schulte, Kriwet, A. Butt, Klein, Schmidt, Wüterich, Müsgens, Fröschle, Michely, Großer, Steffen

0:1 (4.), 1:1 (16.) Schmidt), 1:2 (21.), 2:2 (22.) Wüterich, 3:2 (26.) Klein, 4:2 (35.) Schmidt, 5:2 (37.) Kriwet, 5:3 (40.), 6:3 (41.) Klein, 6:4 (42.), 6:5 (44.), 6:6 (48.), 7:6 (49.) Klein, 7:7 (53.), 7:8 (55.), 8:8 (58.) Wüterich, 8:9 (63.), 9:9 (70.) A. Butt, 9:10 (73.). Gelbe Karten: Fröschle (41./CHTC), Schmidt (59./CHTC)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer