Trainer Mario Hofer sattelt gleich drei Pferde beim Krefelder Saisonhöhepunkt.

Der Hengst Acadius, den Trainer Hean-Pierre Carvalho am Sonntag sattelt, ist noch ungeschlagen.
Der Hengst Acadius, den Trainer Hean-Pierre Carvalho am Sonntag sattelt, ist noch ungeschlagen.

Der Hengst Acadius, den Trainer Hean-Pierre Carvalho am Sonntag sattelt, ist noch ungeschlagen.

Klaus-Joerg Tuchel

Der Hengst Acadius, den Trainer Hean-Pierre Carvalho am Sonntag sattelt, ist noch ungeschlagen.

Krefeld. "Wenn man glaubt, es geht nichts mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her." Dem Krefelder Renn-Club ist vor einigen Wochen der erhoffte Sponsor für sein großes Saisonfinale buchstäblich "von der Fahne" gegangen.

Guter Rat war teuer, immerhin ist das Herzog von Ratibor-Rennen am Sonntag mit einem Rennpreis-Volumen von 55000 Euro ausgestattet, dazu kommen noch 24 Prozent Züchterprämien und allerlei Nebenkosten.

Rennvereins-Präsident Jan Schreurs wählte das Mittel, Krefelder Bürger an die Ehre zu packen, um die Traditionsprüfung nicht zu verlieren: "Ich habe 200 Krefelder Familien angeschrieben, von den ich vermutete, dass ihnen das Wohl und Image der Stadt und der Rennbahn am Herzen liegt." Mit Erfolg: Die bedeutende Zweijährigen-Prüfung ist weitgehend bezahlt.

Der Gewinner des Rennens verspricht für den Besitzer Hoffnung für die Zukunft und auch eine Wertsteigerung mit großen Chancen bei Verkäufen. Deshalb sind zahlreiche Spitzentrainer mit Pferden aus bedeutenden Gestüten am Start.

Ungeschlagen ist der Hengst Acadius, den Trainer Jean-Pierre Carvalho sattelt. Man kennt den Franzosen aus seiner Jockeyzeit im Stadtwald. Nun betreut er in Frankfurt die Pferde des Stalles Lucky Owner des Wiesbadeners Klaus Hofmann.

Im 4. und 8. Rennen locken in der Viererwette mit dem Grundeinsatz von nur 50 Cent Garantieauszahlungen von 15.000 Euro. Das Jagdrennen über 3,8 Kilometer erinnert an den großen Krefelder Trainer Herbert Cohn. Erster Start: 11.30 Uhr.

Auch Hofmann hat am Stall von Trainer Mario Hofer seine besondere Krefeld-Geschichte. Hofmann war auch als Käufer des Rennbahngeländes im Gespräch.

Das Pferd ist im Gestüt Etzean im Odenwald aufgezogen worden und hat den Hengst Lord of England zum Vater, auch ein Hofmann-Vierbeiner. Bei Acadius ist trotzdem Vorsicht geboten, denn es gab eine Pause wegen einer kleinen Verletzung. Filip Minarik reitet ihn.

Mit drei Pferden geht Mario Hofer ins Heimspiel, und weil es Zweijährige sind, dürfte die Wahl schwer fallen. King’s Hall hat den Franzosen Gaetan Masure im Sattel.

Besonders interessant sind die Besitzer von Le Peintre mit Henk Grewe. Es sind der auf Malta lebende Rennsport-Internet-Wettunternehmer und Macher des Fachblattes Sport-Welt namens Sebastian Weiss mit seinem Partner Lars-Wilhelm Baumgarten, Gründer und Chef des Unternehmens Stars and Friends.

Dazu gehören rund 400 Fußballprofis weltweit. Baumgartens Leidenschaft aber sind die Rennpferde. Alexander Pietsch reitet für Hofer Noble Champion. Sein Besitzer, Eckard Sauren aus Köln, wurde unlängst zum Präsidenten des Kölner Renn-Vereins gewählt.

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