Mit dem Großen WZ-Preis geht es los.

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Jadey Pietrasiewicz reitet in Krefeld, während Jockey Adrie De Vries (rechts) in Katar an den Start gehen wird.

Jadey Pietrasiewicz reitet in Krefeld, während Jockey Adrie De Vries (rechts) in Katar an den Start gehen wird.

Klaus-Joerg Tuchel

Jadey Pietrasiewicz reitet in Krefeld, während Jockey Adrie De Vries (rechts) in Katar an den Start gehen wird.

Krefeld. Stehvermögen ist angesagt. Elf Rennen werden am Samstag ab 11 Uhr auf der Krefelder Galopprennbahn ausgetragen. Lebende Zeitzeugen können sich an ein derartiges Marathon-Programm in Krefeld nicht erinnern. Auf Trabrennbahnen sind solche Programme üblich, im Galopprennsport kennt man es nur vom Derbytag in Hamburg-Horn.

Der Hintergrund ist erklärungsbedürftig: Die Veranstaltung kommt auf Wunsch des Dachverbandes in Köln in Zusammenarbeit mit der Baden-Badener Auktionsgesellschaft zustande. Weil die Anzahl der Renntage bundesweit zurückging, werden für die Züchter, Besitzer, Trainer und Reiter dringend Startmöglichkeiten gesucht. Deshalb trägt der Dachverband auch das wirtschaftliche Risiko.

Die Vielzahl der Rennen erklärt sich aus einem extrem großes Nennungsergebnis. Den Regeln der Rennordnung entsprechend kommt es dann zu einem Ausscheidungsverfahren. Die auf diese Weise ausgeschiedenen Pferde sind automatisch für den nächsten Renntag startberechtigt.

Das macht in diesem Fall aber wenig Sinn, weil es das bundesweite Finale auf der Grasbahn ist. Also hat man das Programm auf elf Rennen ausgedehnt und alle, die es nach Krefeld zog, dürfen mitmachen. Die Galoppsportfreunde kommen in den Genuss dieses Saison-Desserts, weil Rennclub-Vize Denis Hartenstein zur Führungscrew des Dachverbandes zählt.

Es beginnt um 11 Uhr mit dem Preis der Westdeutschen Zeitung. Sportlich steht der Kampf um das Jockey-Championat im Mittelpunkt. Es führen gemeinsam mit je 71 Siegen Filip Minarik und Alexander Pietsch. Der vierfache Champion Eduardo Pedroza hat 70 Rennen gewonnen, fehlt aber an diesem Wochenende wegen einer Sperre.

Wie stets reisen zahlreiche Besitzer, Trainer und Reiter aus den Niederlanden an. Darunter auch die attraktive 27-jährige Erzieherin Jadey Pietrasiewiecz. Ihr komplizierte Name stammt von ihrem polnischen Vater, doch sie gesteht: „Ich kann kein Wort polnisch.“ Jadey kam erst vor wenigen Tagen mit einer schweren Grippe von Macao zurück.

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