Der Eissport Verein Krefeld wird 40 Jahre, lädt alle zwei Jahre zu den Aufführungen ein. Istvan Szenes hat die Geschichte des Clubs jetzt zusammengetragen.

Der Eissport Verein Krefeld wird 40 Jahre, lädt alle zwei Jahre zu den Aufführungen ein. Istvan Szenes hat die Geschichte des Clubs jetzt zusammengetragen.
Beim Tanz auf dem Regenbogen, einer Reise zu fernen Sternen und Planeten vor der Kulisse von Venedig, führen Gaby Braas und Svenja Wagner Regie. Archiv

Beim Tanz auf dem Regenbogen, einer Reise zu fernen Sternen und Planeten vor der Kulisse von Venedig, führen Gaby Braas und Svenja Wagner Regie. Archiv

Istvan Szenes, langjähriger Geschäftsführer und Trainer beim EVK, hat die 40-jährige Geschichte des Clubs zusammengefasst.

Jürgens, Bild 1 von 2

Beim Tanz auf dem Regenbogen, einer Reise zu fernen Sternen und Planeten vor der Kulisse von Venedig, führen Gaby Braas und Svenja Wagner Regie. Archiv

Krefeld. 40 Jahre Eiskunstlaufen in Krefeld ist untrennbar verbunden mit vier Jahrzehnten Eissport Verein Krefeld (EVK). Der Club hat bald Geburtstag, und einer aus der Gründerzeit von 1978 hat sich daran gemacht, diese 40 Jahre Revue passieren zu lassen, das Engagement zahlreicher Sportler, Trainer und Funktionäre der vergangenen vier Jahrzehnte zu würdigen.

Istvan Szenes hat sein privates Archiv geöffnet, durchforstet und zusammen getragen, wie der Eissport Verein Krefeld sich gründete, entwickelte, zur Blüte reifte mit nationalen Erfolgen und dem beachtenswerten Engagement des Weihnachtsmärchens, dass der Club alle zwei Jahre mit großer ehrenamtlicher Initiative aufführt. Zu Weihnachten lädt der EVK vor seinem Jubiläumsjahr zum „Tanz auf dem Regenbogen“ zu vier Aufführungen kurz vor dem Fest ein.

Istvan Szenes war der erste Trainer des Clubs, nachher auch Geschäftsführer. Und er sagt: „Ohne Ina wäre das aber alles nicht möglich gewesen.“ Ina Bauer, die Krefelder Eislauf-Ikone, und der geflüchtete Ungar Istvan Szenes, hatten sich in den USA kennen und lieben gelernt. Sie heirateten, beendeten nach fünf Jahren das Abenteuer Amerika. Ina Bauer plagte Heimweh, sie wollte zurück nach Krefeld. Aber der Eissport ließ das Paar nicht los.

Rund 2000 Personen arbeiten in all den Jahren am Märchen mit

Das Weihnachtsmärchen füllte einst die Clubkasse erheblich auf. Das, so Szenes, sei über die Jahre – auch aufgrund gestiegener Kosten – leider weniger geworden. Szenes hat all die Namen zusammengetragen, die in den vier Jahrzehnten im und am Märchen mitgearbeitet haben. Rund 2000 Namen sind so zusammengekommen, jeder hat seinen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieser ehrenwerten Initiative geleistet.

Ob Kulissen, Kostüme, Choreographie oder Beleuchtung – das Weihnachtsmärchen ist vielleicht die große ehrenamtliche Leistung eines Sportvereins in dieser Stadt. Es war ein Novum, es hatte Zugkraft. Szenes: „Wir hatten immer einen großen Mitgliederzuwachs nach jedem Jahr, in dem das Märchen aufgeführt wurde.

Auch Andrea Berg schnallt einst die Kufen für den EVK unter

So lockt auch heute noch das Märchen viele interessierte Kinder in den Verein. Der Verein ist quasi mit dem Weihnachtsmärchen gewachsen.“ Lange zählte der EVK sportlich mit zu den besten eissporttreibenden Vereinen in Nordrhein-Westfalen. Und die Blüte, die der Verein erfuhr, ist ein Beispiel mannigfacher Kooperationen.

Alle machten mit – Sportdezernent Alfred Böll förderte in den 80er Jahren die Zusammenarbeit, Sportamtsleiter Hans Decker ebnete Wege, Klaus Evertz leitete den Stadtsportbund, förderte, wo es möglich war. Jupp Kompalla engagierte sich für das Eislaufen an Schulen. Hunderte Schüler waren dabei, Hunderte Vereinsmitglieder. Auch der heutige Schlagerstar Andrea Berg schnallte einst die Kufen für den EVK unter. Ihr Vater, Elektriker, half bei der Beleuchtung in der Rheinlandhalle.

Auch heute stehen dem Club viele Helfer und Freunde, die das Märchen stemmen, zur Seite. Licht an für den „Tanz auf dem Regenbogen“.

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