Katharina Zientek (17) hat bei den Deutschen Meisterschaften Bronze geholt – die erste Krefelder Medaille seit 1997.

Eiskunstlauf

Bischof, Andreas (abi)

Krefeld. Reges Treiben herrscht auf der Eisfläche der Werner-Rittberger-Halle an einem gewöhnlichen Freitagnachmittag. Bis zu 20 männliche und weibliche Eiskunstläufer üben ihre Schritte, Pirouetten und Sprünge. Zu den emsigen Kufenkünstlern auf dem Eis gehört die 17-jährige Katharina Zientek, die seit ihrem dritten Platz in der Meisterklasse bei den Deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften in Oberstdorf vor wenigen Tagen in aller Munde ist.

Am Liebsten mag die 17-Jährige beim Eiskunstlaufen die Sprünge

Die Athletin des Schlittschuhclub-Krefeld überzeugte die Jury mit einer Kombination aus zwei dreifachen Toeloops im Kurzprogramm und sowohl Dreifach Toeloop als auch Dreifach-Salchow in der Kür.

„Das Ergebnis in Oberstdorf hat mich selbst überrascht.“
Katharina Zientek

„Am liebsten mag ich am Eiskunstlaufen die Sprünge. Wenn man einen schwierigen Sprung steht, ist das ein großartiges Gefühl“, sagt die gebürtige Hülserin, die mit sechs Jahren zum ersten Mal das Eis auf Kufen betrat und die Faszination des Sports für sich entdeckte.

Bereits seit dem zehnten Lebensjahr trainiert Katharina sechsmal in der Woche die einzelnen Elemente und gewann 2004 den Ina-Bauer-Pokal. Die Gymnasiastin verfolgte ihre sportliche Karriere konsequent weiter und nahm bereits viermal an Deutschen Meisterschaften im Nachwuchsbereich teil. Als erste Krefelderin seit 1997 gewann sie wieder eine Einzelmedaille in der höchsten nationalen Startkategorie der Eiskunstlaufmeisterschaften.

„Das Ergebnis in Oberstdorf hat mich selbst schon ein wenig überrascht“, sagt Zientek bescheiden und fügt selbstkritisch hinzu: „ganz so sauber bin ich nicht gelaufen, aber insgesamt bin ich zufrieden.“ Sie profitierte auch davon, dass mehrere Konkurrentinnen hatten absagen müssen.

Bronze Bei den Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlaufen in Oberstdorf war das Podest bei den Damen fest in nordrhein-westfälischer Hand. Nicole Schott (Essen, 131,65 Punkte) setzte sich vor Isabel Drescher (Dortmund, 129,01 Punkte) und Katharina Zientek (Krefeld, 126,62 Punkte) durch.     hoss
 

Mit dem Gesamtergebnis von 126,62 Punkten schaffte das Talent zudem erstmals die Norm für den Bundeskader, die sie bei einem weiteren internationalen Turnier, wie den Bavarian Open im Februar, nun noch einmal bestätigen muss, um die Anforderung endgültig zu erfüllen.

Vor einer sportlichen Karriere möchte sie das Abitur machen

Obwohl das Eiskunstlaufen für die 17-Jährige einen bedeutenden Teil ihres Lebens ausmacht, ist der Gedanke an eine große Karriere für sie nicht entscheidend. „Ich will zuerst mein Abitur schaffen und danach Medizin studieren“, sagt Zientek, die gerade ein Praktikum in der Hülser Helios-Klinik absolviert hat. Auch vom aufkommenden Medienrummel lässt sich die Athletin nicht beeindrucken, übt mit dem Dreifach-Flip schon eine neue Variation ihres Lieblingselements und taucht ins rege Treiben auf der Eisfläche ab.

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