Die Krefeld Pinguine besiegen die Kölner Haie mit 5:3. Gawlik entscheidet rasantes letztes Drittel.

Das Team von Trainer Rick Adduono feiert den Treffer zum 2:0 durch Daniel Pietta (2.v.r.). Dahinter jubeln die Fans ausgelassen.
Das Team von Trainer Rick Adduono feiert den Treffer zum 2:0 durch Daniel Pietta (2.v.r.). Dahinter jubeln die Fans ausgelassen.

Das Team von Trainer Rick Adduono feiert den Treffer zum 2:0 durch Daniel Pietta (2.v.r.). Dahinter jubeln die Fans ausgelassen.

Dirk Jochmann

Das Team von Trainer Rick Adduono feiert den Treffer zum 2:0 durch Daniel Pietta (2.v.r.). Dahinter jubeln die Fans ausgelassen.

Derbysieg für die Krefeld Pinguine! Die Mannschaft von Rick Adduono besiegte die Kölner Haie mit 5:3. Dank einer starken kämpferischen Vorstellung des gesamten Teams gewannen die Schwarz-Gelben nach dem Erfolg gegen die DEG auch das Heimspiel gegen die Domstädter. Andrew Engelage entnervte die Haie mit Weltklasseparaden und musste erst in den Schlussminuten drei Treffer hinnehmen. Rick Adduono fordert von seinen Torhütern, dass sie hin und wieder ein Spiel stehlen. Gestern Abend war so ein Spiel. Der Krefelder Torhüter schien bis weit ins letzte Drittel nicht zu bezwingen, fuhr immer wieder einen Schoner aus oder kratzte den Puck mit dem Schläger noch von der Linie weg.

Dass es trotz der drei Gegentreffer in den letzten Minuten zum Sieg reichte, lag an der geschlossenen Leistung der kompletten Mannschaft, die – trotz schwindender Kräfte – hochkonzentriert und diszipliniert bis zur letzten Minute spielte. Die Pinguine erwischten einen Traumstart. Marcel Müller traf mit einem Fernschuss zur frühen Führung nach nur 68 Sekunden (2.). Die Haie antworteten mit Angriffen, aber Engelage ließ sich nicht überwinden. Den besseren Abschluss hatten in der Anfangsphase die Krefelder. Daniel Pietta überlistete Gustaf Wesslau nach einer tollen Einzelaktion im kurzen Eck zum 2:0 (6.). Es sollte zugleich die letzte Aktion des Kölner Torwarts sein, denn zwei Minuten später wurde Adrian Grygiel so unglücklich in den Kölner Torhüter gecheckt, dass dieser mit einer Verletzung am rechten Knie ausgewechselt werden musste (8.). Daniar Dshunussow stand fortan im Gäste-Tor, bekam aber keine Gelegenheit sich auszuzeichnen, denn die Haie waren nun das bessere Team.

Grygiel gibt die passende Antwort auf den Kölner Doppelschlag

Die Pinguine hielten gegen das torgefährlichste Team der Liga mit viel Kampf dagegen. Die 6095 Zuschauer – unter ihnen der deutsche Bundestrainer Marco Sturm und Norwegens Nationaltrainer Petter Thoresen – sahen auch im zweiten Drittel ein intensives Derby. Die Haie bissen sich weiterhin an Engelage die Zähne aus. Der Kanadier brachte immer wieder einen Teil seiner Ausrüstung zwischen Puck und Torlinie. Die Pinguine setzten mit gefährlichen Kontern immer wieder Nadelstiche – Nick St.Pierre vergab die größte Möglichkeit (35.).

Kurt Davis erzielte nach 27 Sekunden im Schlussdrittel mit einem verdeckten Schuss das 3:0 (41.). Als Ryan Jones einen Penalty nur an den Pfosten setzte, waren die KEV-Fans schon in Feierlaune. Doch die Kölner verkürzten durch Nico Krämmer (50.) und Justin Shugg (52.) binnen zwei Minuten auf 3:2. Grygiel hatte die passende Antwort. Nur 34 Sekunden später erzielte der Kapitän seinen ersten Saisontreffer. Die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach Betrachten der Videobilder an (52.). Doch die Domstädter gaben nicht auf, in Überzahl verkürzte Eriksson auf 3:4 (57.). Als Dshunussow sein Tor verlassen hatte, beseitigte Christoph Gawlik mit seinem Treffer zum 5:3 alle Zweifel.

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