Weil auf Eis die Kufen so flitzen, gilt Eishockey als der schnellste Mannschaftssport. Aber nicht nur das Tempo der Spieler zwischen den roten und blauen Linien ist manchmal atemberaubend. Schnell kann es auch zu einer Wende kommen, abrupt kann das Glück auch des Tüchtigen sich wandeln.

Nur fünf Minuten benötigten die Straubing Tigers, um von einem deutlichen 6:1 auf ein 6:4 aufzuschließen und die Chance zu wittern, mit einem sechsten Feldspieler das Remis zu erzwingen. Fortuna hat meist ein Gesicht. Den "Schlendrian" hat Stürmer Daniel Pietta erkannt. Man kann ihn auch Leichtsinn nennen oder überzogene Siegesgewissheit.

Das kann ganz schnell daneben gehen. Gegen Mannheim konnte man in der Schlussminute fast in die Köpfe der Spieler hineinsehen und entdecken: Den Punkt in die Verlängerung retten. Und prompt passierte, was nicht passieren darf.

Die Pinguine haben bisher eine tolle Saison hingelegt, in den verbleibenden zehn Spielen ist Konzentration mehr denn je gefragt. Keines der Spiele ist schon vorher gewonnen, gegen Wolfsburg, Iserlohn, Düsseldorf, Hamburg oder Frankfurt schon gar nicht.

Bisher haben die Pinguine im Schnitt 1,66 Punkte pro Spiel geholt. Hochgerechnet wären das 86 am 1. März. Für Platz vier reicht das kaum, und auch die wichtige sechste Position ist damit nicht garantiert. Also: Nicht träumen, spielen!

Stan Mathias ist der ehemalige Leiter des Krefelder Presseamts und ein eingefleischter Eishockey-Anhänger

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