Die Gastgeber scheiden beim Budenzauber im König-Palast bereits in der Vorrunde aus. Schalke gewinnt im Derby gegen den MSV.

Budenzauber
Die Uerdinger Legenden verloren beide Spiele in der Vorrunde (v.l.): Christian Dondera, Werner Kempkens, Heinz Vossen, Markus Bayertz, Ansgar Brinkmann, Marcel Witeczek, Achim Hollerieth, Matthias Herget, Friedhelm Funkel, Daniel Teixeira und der Grotifant.

Die Uerdinger Legenden verloren beide Spiele in der Vorrunde (v.l.): Christian Dondera, Werner Kempkens, Heinz Vossen, Markus Bayertz, Ansgar Brinkmann, Marcel Witeczek, Achim Hollerieth, Matthias Herget, Friedhelm Funkel, Daniel Teixeira und der Grotifant.

Jochmann, Dirk (dj)

Die Uerdinger Legenden verloren beide Spiele in der Vorrunde (v.l.): Christian Dondera, Werner Kempkens, Heinz Vossen, Markus Bayertz, Ansgar Brinkmann, Marcel Witeczek, Achim Hollerieth, Matthias Herget, Friedhelm Funkel, Daniel Teixeira und der Grotifant.

Krefeld. Friedhelm Funkel war noch angefressen, als er sich nach dem Aus seiner Uerdinger Legenden in der Mixed Zone des König-Palastes den Journalisten stellte: „Wir haben grottenschlecht begonnen. Da gibt es keine Entschuldigung.“ Der 62-Jährige hatte sich für die zweite Auflage des Budenzaubers in Krefeld mit seiner Mannschaft immerhin das Halbfinale vorgenommen.

Doch nach wenigen Minuten im ersten Spiel gegen den MSV Duisburg war der Weg dorthin versperrt. Die Uerdinger fanden nicht ins Spiel, kamen immer wieder zu spät, wurden von der Traditionsmannschaft des Nachbarn vorgeführt. Endstand: 1:8. Eine Blamage vor eigenem Publikum. Christian Dondera sagt: „Wir waren nicht eingespielt und haben uns im ersten Spiel amateurhaft angestellt. Immerhin haben wir uns im zweiten Spiel gesteigert.“

Funkel gelobt Besserung: „Nächstes Jahr gehen wir vorher zusammen in die Halle und werden ein paar Mal trainieren.“ Im zweiten Duell der Vorrunde unterlagen die Legenden um Matthias Herget, Funkel, Ansgar Brinkmann und Daniel Teixeira dem späteren Turniersieger FC Schalke 04 mit 3:5. Wenigstens ein kleiner Trost, in einer Gruppe mit den späteren Finalgegnern ausgeschieden zu sein. Die Knappen hatten erst vor wenigen Tagen das NRW-Traditionsmasters gewonnen. Ein Beispiel einer eingespielten und eingeschworenen Mannschaft.
Gladbachs Chiquinho ist bester Torschütze des Turniers
 
Jörg Jung, Spieler und Mitorganisator der bundesweit bekannten Mönchengladbacher Weisweiler-Elf, die im Halbfinale gegen den MSV Duisburg mit 3:4 ausschied, sagt: „Unser Team hat im Jahr etwa 22 Auftritte. Mittlerweile nehmen wir auch international an Spielen teil.“ Im besten Torschützen des Turniers, Chiquinho, dem gewählten Publikumsliebling Mike Hanke oder Andrej Voronin präsentierte die Borussia drei weitere Attraktionen.
Die Stimmung in der Halle blieb gut, auch nach dem frühen Aus der Uerdinger. Die rassigen Duelle im Halbfinale, in dem sich Schalke mit 3:1 gegen den 1. FC Köln behauptete, zeigten, dass die Hallenturniere der Traditionsteams beileibe kein reines Spaß-Event mit Showeinlagen sind.
 
Die 4912 Zuschauer in Krefeld bekamen auf dem 40 mal 20 Metern Kunstrasen ernst geführte Wettkämpfe geboten. Es wurde gestritten und geschimpft. Nach einer Rangelei sahen der Gladbacher Valandi Anagnostou und der Kölner Matthias Scherz die Rote Karte, gingen nach einem Friedensgespräch, das über die Lautsprecher auf die Ränge übermittelt wurde, aber Arm in Arm in die Kabinen.
 
Veranstalter Kühn: „Ziel ist es, die Halle ausverkauft zu haben“
 
Die Fanschar der Gladbacher hatte im kleinen Finale wieder Grund zur Freude. Die Weisweiler-Elf besiegte Köln mit 6:4. Was folgte, war der Höhepunkt des Tages. Das Revierderby der Traditionsteams. Schalke gegen Duisburg. Ein spannendes Hin und Her. In der letzten Minute wurde es dramatisch.
 
Erst erzielte Schalke das 4:3 durch Christian Mikolajczak, doch Sekunden vor dem Abpfiff schaffte der MSV durch Ivica Grlic den Ausgleich. Erst als Uwe Weidemann im Neunmeterschießen an Schalkes Schlussmann scheiterte, stand der Sieger mit 8:7 fest.
 
Veranstalter Bernd Kühn zieht ein positives Fazit: „Es war eine klasse Stimmung. Das Krefelder Publikum hat sich nicht entmutigen lassen. Wir hatten mehr Zuschauer als im Vorjahr. 2017 kommen wir wieder. Ziel ist es, die Halle ausverkauft zu haben.“ Die Uerdinger Legenden werden es gerne gehört haben.
 

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