Der Crefelder Ruderclub richtet am Wochenende das bedeutendste Event seiner Geschichte aus: die U 19-Europameisterschaft.

Lena Sarassa (vorne) und Charlotte Lier haben am Wochenende bei der U 19-EM in Krefeld Heimvorteil.
Lena Sarassa (vorne) und Charlotte Lier haben am Wochenende bei der U 19-EM in Krefeld Heimvorteil.

Lena Sarassa (vorne) und Charlotte Lier haben am Wochenende bei der U 19-EM in Krefeld Heimvorteil.

samla

Lena Sarassa (vorne) und Charlotte Lier haben am Wochenende bei der U 19-EM in Krefeld Heimvorteil.

Krefeld. Jeden Tag nach der Schule fährt Lena Sarassa aus dem westfälischen Lüdinghausen mit dem Zug nach Krefeld. Einen Führerschein besitzt die 17-Jährige noch nicht. Erst die Schulbank, danach täglich zwei Stunden Training – übernachtet wird hin und wieder bei ihrer Krefelder Vereinskollegin Charlotte Lier. Die 18-Jährige wohnt in Sichtweite des Elfrather Sees, in Vennikel, an der Grenze zu Moers.

Die jungen Frauen des Crefelder Ruderclubs (CRC) kennen sich gut. Und das soll auch so sein, denn sie haben sich hohe Ziele gesteckt. Im Vorjahr wurde das Duo beim Baltic Cup Zweiter im Zweier ohne Steuermann, den zweiten Platz gab es auch im Achter bei der deutschen Meisterschaft. Bei der U19-EM am Wochenende in Krefeld rudern sie nun im Vierer ohne und peilen den Sieg an. Mit einem guten Ergebnis können sich die beiden auch für die WM im August in Litauen empfehlen.

In Krefeld werden mehr als 580 Athleten aus 31 Nationen erwartet

Lier und Sarassa sind die einzigen Vertreter des CRC bei der kontinentalen Meisterschaft, wo mehr als 580 Athleten aus 31 Nationen in Krefeld erwartet werden. Die Deutschen stellen mit 60 Startern das größte Aufgebot, gefolgt von Rumänen, Italienern und Russen. CRC-Vorsitzender Christoph Lüke sagt: „Die Generalprobe mit der Kleinbootmeisterschaft hat gut geklappt. Die Ruderfamilie hat uns super Bedingungen attestiert. Bei der EM erwarten wir zwei Tage europäischen Spitzensport.“

Der Verein rechnet mit mehreren tausend Besuchern am Wochenende, 800 Hotelbetten im Stadtgebiet seien bereits gebucht. Der Ruderclub nimmt keinen Eintritt. 300 ehrenamtliche Helfer sind von Freitag bis Sonntag im Einsatz. Es wird das wohl bedeutendste Sportevent, das der CRC in seiner Geschichte ausgerichtet hat.

Zu den Aussichten der Deutschen sagt Trainerin Sabine Tschäge: „Die Priorität liegt noch auf den Klein- und Mittelbooten. Die Großboote sind noch nicht so eingefahren. Finalplätze sind in allen Bootsklassen realistisch. Ich hoffe auf ein gutes Abschneiden.“

Freitag Eröffnungsfeier (19 Uhr)

Samstag Vorläufe/Hoffnungsläufe (8.30 - 15.50 Uhr)

Sonntag Halbfinals (8.30 - 10.15 Uhr); D/C/B-Finals (10.45 - 11:40 Uhr); A-Finals (12.36 - 15 Uhr); Livestream unter bit.ly/2rrwV2P

WM-Boote wird man am Samstag und Sonntag wohl auch noch nicht zu sehen bekommen. Tschäge: „Es gibt noch keine Mannschaft für die WM. Das wird erst später festgelegt.“ Los geht es am Freitag mit der Eröffnungsfeier um 19 Uhr. Die Boote gehen am Samstag mit den Vorläufen und Sonntag mit den Finalläufen ab 8.30 Uhr auf die Strecke.

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