Athletinnen des Crefelder Ruder Clubs überprüfen ihre Form zwei Wochen vor den Qualifikationrennen in Luzern.

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Für Marlene Sinnig (vorne) und Partnerin Kerstin Hartmann wird es in zwei Wochen in Luzern ernst.

Für Marlene Sinnig (vorne) und Partnerin Kerstin Hartmann wird es in zwei Wochen in Luzern ernst.

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Für Marlene Sinnig (vorne) und Partnerin Kerstin Hartmann wird es in zwei Wochen in Luzern ernst.

Krefeld. Beim Auftakt der Ruder-Worldcup-Saison in Belgrad war der Crefelder Ruder-Club (CRC) mit zwei Sportlerinnen vertreten. Am besten schnitt dabei Lisa Schmidla ab, die im Frauen-Doppelvierer die Silbermedaille gewann. Marlene Sinnig kam im Zweier als Fünfte ins Ziel.

Lisa Schmidla startete im starken deutschen Frauen-Doppelvierer. Im Vorlauf konnte das Boot mit einem zweiten Platz hinter der Ukraine direkt ins Finale einziehen. Auch im Finale war es das Boot aus der Ukraine, das die Führung übernahm und sich bis zur 1500m Marke bis zu vier Sekunden vor das deutsche Boot legte. Knappe zwei Sekunden hinter Deutschland folgten die Britinnen und die USA.

Auf den letzten 500 Metern konnte die Mannschaft um Lisa Schmidla noch einmal auf das Boot der Ukraine auffahren und verkürzte den Abstand im Ziel auf rund zwei Sekunden. Für die 20-jährige Lisa Schmidla war dieses Rennen mit Carina Bär, Tina Manker und Stephanie Schiller eine Werbung in eigener Sache für die angestrebte Olympianominierung durch den Deutschen Ruderverband (DRV).

Auch Klubkameradin Marlene Sinnig kämpft mit Kerstin Hartmann (Ulm) im Zweier ohne Steuerfrau noch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele. In zwei Wochen startet der entscheidende Wettkampf in Luzern, bei dem die letzten Olympiatickets in dieser Bootsklasse vergeben werden. Das Regattawochenende in Belgrad wollte das Duo nutzen, um Wettkampfpraxis zu sammeln.

Sieg im Hoffnungslauf reicht zum Einzug ins Halbfinale

Nachdem im Vorlauf nur Platz vier heraussprang, konnten sich Sinnig und Hartmann über einen Sieg im Hoffnungslauf für das Halbfinale qualifizieren. Dort lag der Zweier konstant auf dem dritten Platz, und auch im Ziel betrug der Vorsprung auf die folgenden Boote fünf Sekunden.

Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig blicken zuversichtlich auf die Olympia-Qualifikation in Luzern. „Das Wochenende in Belgrad gibt uns Selbstvertrauen, Mut und Optimismus“, sagten beide nach dem Finale unisono.

Im stark besetzten Finale standen die beiden Sportlerinnen zwei Booten aus den USA sowie den Booten aus Großbritannien, den Niederlanden und Rumänien gegenüber. Auf den ersten 500 Metern konnten Sinnig/Hartmann gut mithalten. Ab der Streckenhälfte jedoch zogen Großbritannien, USA und die Niederlanden, davon. Für Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann blieb der fünfte Platz, den sie mit über zwei Sekunden Vorsprung auf Rumänien behaupteten.

In zwei Wochen gilt es nun für das deutsche Spitzenduo, diese Leistung bei der Olympia-Qualifikation ebenfalls abzurufen und einen der verbleibenden zwei Startplätze zu sichern. Im Finale von Belgrad hatten abgesehen von den Niederländerinnen und den Deutschen alle Boote einen Startplatz in London bereits sicher, so dass Marlene Sinnig und Kerstin Hartmann mit einem guten Gefühl in den Wettkampf gehen können.

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