Jahrelang hatte er sich rar gemacht – jetzt meldet sich der Streckenrekordhalter eindrucksvoll zurück.

Christoph Lohse (r.) machte an der Spitze das Tempo.
Christoph Lohse (r.) machte an der Spitze das Tempo.

Christoph Lohse (r.) machte an der Spitze das Tempo.

Dirk Jochmann

Christoph Lohse (r.) machte an der Spitze das Tempo.

Krefeld. Der König vom Forstwald ist zurück. Acht Jahre nachdem der Fischelner Christoph Lohse den Streckenrekord (8100 Meter: 24:43 Min.) verbesserte und das Zepter im Walde übernahm, setzte sich der 30-Jährige am Silvestertag gleich wieder die Krone auf. In 26:32 Minuten ging es dieses Mal nicht so flott daher, doch immerhin sprang noch die achtbeste Zeit der letzten 15 Jahre heraus.

„Den Silvesterlauf gibt’s immer noch und mich auch“, freute sich Lohse über den nun insgesamt dritten Triumph im Forstwald. In der Zwischenzeit war der Langstreckenspezialist an Silvester meist für seinen Verein TV Wattenscheid bei größeren Läufen am Start.

Mit der Konkurrenz spielte Lohse bei seinem Comeback Katz und Maus. Mit 3:22 Minuten für den ersten Kilometer hatte Lohse mit einer siebenköpfigen Spitzengruppe noch für ein ruhiges Tempo gesorgt. Doch dann machte der Krefelder ernst: Ein Zwischenspurt nach etwa 5000 Metern verschaffte ihm einen üppigen Vorsprung - die letzten 1000 Meter lief Lohse in knapp drei Minuten und allen davon. Zweiter wurde der Düsseldorfer Fabian Dichans (27:24 Min.) vor dem Waldnieler Kai Weyers (27:28 Min.).

Kox zufrieden: Das zweitbeste Meldeergebnis überhaupt

Kaum im Ziel und noch gar nicht mal richtig durchgeschnauft, hatte Lohse jedoch schon ein Küsschen für seine Freundin Martine Nobili parat. Die 29-jährige Psychologin absolvierte auf der ehemaligen Trainingsstrecke ihres Freundes ein wahres Mammutprogramm. Denn nach dem zweiten Platz im ersten Lauf über 4100 Meter, drückte die gebürtige Luxenburgerin weiter gut aufs Tempo und gewann die Frauenwertung über 8100 Meter in 31:40 Minuten vor der Neusserin Angela Minke (32:21 Minuten). Nobili (14:00 Min) hatte im ersten Lauf gegen Nachwuchstalent Esther Jacobitz vom SC Bayer Uerdingen das Nachsehen. Die 18-Jährige siegte in 13:58 Minuten.

Mit 700 Teilnehmern im Ziel zeigte sich Laufchef Viktor Kox, vom VfL Forstwald sehr zufrieden. „Das ist das zweitbeste Meldeergebnis überhaupt. Wir scheinen uns bei dieser Größenordnung einzupendeln“. Für lautstarke Silvester-Stimmung auf der Strecke sorgte im abschließenden Genusslauf die auffallend in Orange gekleidete Laufgruppe des LT Marathon Korschenbroich.

Während dessen feierten die ersten Läufer in der Sporthalle den Jahresausklang. Mit dabei Jürgen Münker (45), der Anfang der 90er Jahre zwei Mal den Silvesterlauf gewann und nun als Hobbyläufer den Lauf zum Aufgalopp ins neue Jahr nutzte.

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