Vorstand ist zurückgetreten. Bolls Appell an die Mitglieder: Verein muss überleben.

Nur noch bis Ende März im Amt: Der Aegir-Vorstand mit dem Vorsitzenden Georg Metten (Mitte), Udo Heymanns (l.) und Dirk Boll.
Nur noch bis Ende März im Amt: Der Aegir-Vorstand mit dem Vorsitzenden Georg Metten (Mitte), Udo Heymanns (l.) und Dirk Boll.

Nur noch bis Ende März im Amt: Der Aegir-Vorstand mit dem Vorsitzenden Georg Metten (Mitte), Udo Heymanns (l.) und Dirk Boll.

Zackell

Nur noch bis Ende März im Amt: Der Aegir-Vorstand mit dem Vorsitzenden Georg Metten (Mitte), Udo Heymanns (l.) und Dirk Boll.

Krefeld-Uerdingen. Wie geht es weiter mit den Schwimmsportfreunden Aegir? Nach der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend ist klar: Der bisherige Vorstand zieht sich zurück (die WZ berichtete). Georg Metten und seine Stellvertreter Udo Heymanns und Dirk Boll sind nur noch bis zum 31. März im Amt. Gut zehn Prozent der 1115 Mitglieder des Schwimm- und Wasserballvereins waren ins Aegir-Vereinsheim gekommen - unter ihnen auch der ehemalige Schwimmstar Anne Poleska, die im Verein groß geworden ist.

Die Vorsitzenden begründeten ihren Rückzug detailliert. "Es war ein extrem nervenaufreibendes letztes Jahr, das Kraft gekostet hat. Die Unterstützung für den Vorstand ist weggebrochen, auch sehe ich, dass der Elan nicht mehr so vorhanden ist wie noch im Sommer", sagte Vorsitzender Metten. Zehn Jahre lang war Metten Vorstandsvorsitzender der Schwimmsportfreunde, am Ende waren es viele kleine Dinge, die ihn dazu bewogen haben, nicht mehr zu kandidieren.

"Ich werde aber auch in Zukunft mit dem Verein sehr verbunden sein", fuhr Metten fort. Udo Heymanns, dem sein Ausscheiden aus dem Vorstand sichtlich nahe ging, begründete wie Dirk Boll den Schritt mit der Bindung an die Person Georg Metten. Boll richtete einen Appell an die Mitglieder: "Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Verein überlebt. Es gibt zu wenige aktive Unterstützer." Der neue Vorstand müsse vor allen Dingen die technische Herausforderung einer Sanierung der Anlagen und später des Schwimmbeckens stemmen können.

Finanziell steht der Verein auf soliden Beinen

Finanziell steht der Verein mit Abschluss des Geschäftsjahres auf soliden Beinen. Durch eine Mitgliederumlage und Einsparungen im sportlichen Bereich konnte sogar ein kleiner Überschuss erwirtschaftet werden. Doch braucht Aegir weiter mehr Mitglieder. Denn trotz der drohenden Insolvenz im Sommer 2009, als der Verein das Werben um neue Mitglieder intensivierte, hat sich die Mitgliederzahl nicht erhöht. Sportlich lief es im vergangenen Jahr gut für die Uerdinger.

Die Schwimmabteilung sammelte fleißig erste Plätze, und die Wasserball-Herren zeigten mit dem Verzicht auf Aufwandsentschädigungen zu Gunsten des Vereins Größe. Das Team organisierte gar Sponsoren, um die Fahrten zu Auswärtsspielen zu finanzieren. Mit diesem Modell wäre im nächsten Jahr für Aegir auch eine Damenmannschaft in der Deutschen Wasserball Liga tragbar, denn starker Nachwuchs ist vorhanden. So wurde die weibliche C-Jugend 2009 deutscher Vize-Meister.

An der Spitze des Vereins bleiben Fragen offen. Nach kurzer Bedenkzeit erklärten sich immerhin zwei Aegir-Mitglieder bereit, als zweite und dritte Vorsitzende zu kandidieren, falls ein ersten Vorsitzender gefunden werde.

Bis zur außerordentlichen Versammlung am 17. März ist nun Zeit, einen Kandidaten zu finden. Ehrenvorsitzender Rolf-Dieter Bühner betonte: "Der Vorstand übergibt die Geschäfte des Vereins geordnet an die Nachfolger."

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