Uerdinger gewinnen trotz der schlechtesten Saisonleistung.

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Thomas Pannen auf dem Weg zum Tor.

Thomas Pannen auf dem Weg zum Tor.

Bischof

Thomas Pannen auf dem Weg zum Tor.

Uerdingen. Hauchdünn an einer Blamage vorbei schlidderten der SC Bayer Uerdingen in der 3. Handball-Liga beim 29:28 (14:11) gegen Schlusslicht TSG Hatten-Sandkrug.

Die Mannschaft von Trainer Jörg Förderer lieferte dabei über weite Strecken die schlechteste Saisonleistung ab. Lustlos, ohne Spielfreude und mit „gerade einmal 60 Prozent Einsatz“, so Förderer, spulten die Uerdinger ihr Pensum ab.

Das Bemühen, mit schnellem Spiel die Gäste zu überrollen, blieb schon im Ansatz stecken. Die so oft hochgelobte 6:0-Abwehr präsentierte sich vor allem in der zweiten Hälfte offen wie ein Scheunentor.

Zwar führte die TSG nur ein einziges Mal (1:0), doch lauerten die Gäste immer auf ihre Chance. Erst kurz vor Ende der ersten Haälfte sorgten Tobias Reich und Heider Thomas erstmals für einen drei-Tore-Vorsprung.

Bei einer 25:20-Führung scheint die Begegnung schon entschieden

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Uerdinger mehr Einsatzwillen und führten schnell mit 20:15 (43.) und 25:20 (49.). Doch was sich dann in der Schlussphase abspielte, war schlichtweg peinlich.

Während die Gäste mit ihren geringen spielerischen Mitteln beinahe alle Chancen verwerteten, suchten die Gastgeber überhastet den Abschluss oder scheiterten am glänzend aufgelegten Hattener Keeper. Folgerichtig markierte der Tabellenletzte zwei Minuten vor dem Abpfiff den Anschluss zum 27:29, kurz darauf sogar das 28:29.

Die Uerdinger waren danach zwar in Ballbesitz, allerdings mit einer doppelten Zeitstrafe für Fabian Zarnekow und Thomas Pannen bedacht, und gerieten mit nur vier Angreifern mächtig unter Druck.

Als Uerdingens längster Spieler, Heider Thomas, 32 Sekunden vor Schluss am linken Flügel unsanft zu Fall gebracht worden war, dabei eine Knieprellung erlitt, verwarf Alexander Schult den anschließenden Strafwurf.

Doch die Gäste, mittlerweile mit drei Zeitstrafen versehen, brachten außer einem Freiwurf in die Uerdinger Abwehrmauer nichts mehr zu Stande. „Wenn man glaubt, mit angezogener Bremse Handball spielen zu können, kommen solche Spiele dabei heraus. Was sich einige Spieler freistehend an Fehlwürfen geleistet haben, das war einfach unfassbar“, sagte Förderer.

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