Die Hülserin gewinnt als erste Deutsche ein Turnier der Super-Series.

Abgekämpft, aber glücklich: Die Hülserin Juliane Schenk hat die Singapur Open gewonnen.
Abgekämpft, aber glücklich: Die Hülserin Juliane Schenk hat die Singapur Open gewonnen.

Abgekämpft, aber glücklich: Die Hülserin Juliane Schenk hat die Singapur Open gewonnen.

Stephen Morrison

Abgekämpft, aber glücklich: Die Hülserin Juliane Schenk hat die Singapur Open gewonnen.

Krefeld-Hüls. Das Krefelder Badminton-As Julian Schenk hat die „Generalprobe“ für die Olympischen Spiele in London mit Bravour gemeistert. Die 29-Jährige hat als erste deutsche Spielerin ein Super-Series-Turnier gewonnen. Die Vize-Europameisterin triumphierte gestern bei den Singapur Open im Finale mit 21:11, 26:24 gegen die Taiwanesin Shao Chieh Cheng.

Chinesische Topspielerinnen fehlen bei den Singapur Open

In Abwesenheit aller chinesischen Top-Spielerinnen nutzte Juliane Schenk die Gunst der Stunde und schaffte nach zuvor zwei Finalniederlagen bei Super-Series-Turnieren im dritten Anlauf endlich den großen Wurf. „Eine goldene Woche geht zu Ende. Absolut fantastisch. Ich glaube, das Timing für diesen geduldig erwarteten Titel könnte nicht besser sein“, sagte Schenk.

Gleichzeitig konnte sich die Weltranglisten-Sechste mit ihrem Finalsieg bei Cheng für die bei der WM 2011 erlittene Halbfinalniederlage revanchieren und hat einmal mehr bewiesen, dass mit ihr zu rechnen ist, wenn am 28. Juli in London die Badmintonwettbewerbe beginnen. Dass die Konkurrenz so kurz vor Olympia zumindest auf dem Papier nicht so stark war, ändert nichts an dem positiven Schub für Schenks Selbstbewusstsein: „Auch wenn die Top fünf der Weltrangliste nicht am Start waren, waren doch etliche andere Topspieler da. So habe ich in jeder Sequenz dieses Turniers zeigen dürfen, dass ich in den entscheidenden Situationen den Sack zu machen kann und mental sowie spielerisch alles da ist“, so Schenk nach dem Premieren-Erfolg bei einem der zwölf höchstdotierten Turniere der Welt.

Im Endspiel ließ sich die dreifache deutsche Meisterin selbst von ihrer Angstgegnerin nicht stoppen und rang die Taiwanesin in 52 Minuten nieder. Zuvor hatte die Asiatin sie bei Weltmeisterschaften dreimal aus dem Turnier geworfen, zuletzt 2011 in besagtem Halbfinale. Dabei wehrte sie im zweiten Satz gegen Cheng drei Satzbälle ab.

„Der Zeitpunkt für den Erfolg ist genial“, lobte Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbands. Denn das Turnier in Singapur war der letzte große Wettkampf vor Olympia. Schenk könne nun mit viel Selbstvertrauen nach London reisen. Auch dort möchte sie Historisches erreichen und die erste Medaille für den DBV holen. Auch dies wäre nach zwei misslungenen Anläufen bei den Spielen in Athen und Peking der große Coup im dritten Anlauf.

26. November 1982 in Krefeld

Position 6
 

-Team-Europameisterin 2012, Vizeeuropameisterin im Dameneinzel 2010/2012, WM-Dritte 2011, Deutsche Meisterin im Einzel 2009-2011

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