Juliane Schenk kämpft in Hongkong um einen gelungenen Abschluss für eine tolle Saison.

wza_1500x1124_785102.jpeg
Nummer sechs der Welt zu sein, ist für Juliane Schenk nur ein Etappenziel. Sie träumt von einer Olympia-Medaille.

Nummer sechs der Welt zu sein, ist für Juliane Schenk nur ein Etappenziel. Sie träumt von einer Olympia-Medaille.

Freise

Nummer sechs der Welt zu sein, ist für Juliane Schenk nur ein Etappenziel. Sie träumt von einer Olympia-Medaille.

Krefeld. Am Mittwoch wird die Badminton-Weltrangliste aktualisiert. Ob die Krefelderin Juliane Schenk, die um 15 Uhr Ortszeit beim Super-Series-Turnier in Hongkong um den Einzug ins Viertelfinale kämpft, dann immer noch als Sechste geführt wird, sei dahingestellt, aber eins ist schon jetzt unstrittig: 2010 war für die Deutsche Meisterin ein gutes Jahr. Sie wurde Vize-Europameisterin und hat bei den Dutch Open und Belgian International ihre Titelsammlung aufgestockt.

Der Traum von einer Top-Platzierung bei Olympia steht im Vordergrund

Lohn der harten Arbeit und ihrer Erfolge war, dass die 28-Jährige in der Weltrangliste Ende November erstmals auf Rang sechs vorrückte. "Nummer sechs der Welt zu sein, macht mich stolz, in Anbetracht der Konkurrenzdichte. Grundsätzlich erfreut man sich an einer solchen Zwischenbilanz, aber im Vordergrund stehen meine Visionen und Träume von einer Top-Platzierung bei den Olympischen Spielen in London", sagt Juliane Schenk.

Und bei der Erfüllung eben dieses Traumes wird der Weltrangliste mit Blick auf die Setzliste große Bedeutung zukommen. Kann die Krefelderin auch 2012 einen Platz unter den Top Acht in der Welt ergattern, hieße das, dass sie die ganz harten Nüsse bei den stark besetzten Turnieren erst im Viertelfinale knacken muss. Dies würde den Kampf um eine der begehrten Olympia-Medaillen spürbar erleichtern.

Dieses Ziel hat die Zeitsoldatin fest im Visier und lässt sich dabei auch von Misserfolgen wie ihrem Achtelfinal-Aus bei der WM im August oder zuletzt dem frühen Aus bei den China Open nicht aus der Bahn bringen. "Bei der WM fehlte auch etwas das Glück auf meiner Seite, aber die Leistung stimmte. Das Wichtigste ist, mich weiterzuentwickeln, und da fühle ich mich auf dem richtigen Weg", so Schenk. Solange die Leistung stimme, halte sich die Enttäuschung über Niederlagen bei ihr in Grenzen.

So trägt Schenk es auch mit Fassung, dass sie nach ihren bislang durchwachsenen Auftritten bei den Super-Series-Turnieren im Januar beim Finale der besten Acht dieser Serie wohl nicht dabei sein wird. Beim vergangenen Treffen der Weltelite holte Schenk immerhin den Vizetitel - als Nachrückerin. Und wer weiß: Sollte ihr in Hongkong der große Wurf gelingen, rollt sie das Feld vielleicht wieder von hinten auf.

Juliane Schenk hat ihr Auftaktmatch gegen Jiayuan Chen (Singapur) souverän mit 21:14 und 21:8 gewonnen. Am Donnerstag trifft die Krefelderin im Achtelfinale auf die Qualifikantin Aprilia Yuswandari (Indonesien). "Mein sportliches Jahr 2010 war und ist ein Gutes, darum werde ich auch hier mein Bestes geben, um die Saison mit einer ausgezeichneten Leistung international abzuschließen", sagt die Krefelderin.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer