Nach sechs Pleiten siegen die Pinguine wieder – mit ein bisschen Aberglaube und Treffsicherheit.

Nach sechs Pleiten siegen die Pinguine wieder – mit ein bisschen Aberglaube und Treffsicherheit.
Rick Adduono konnte erst ab dem zweiten Drittel zufriedener mit der Leistung des Teams sein.

Rick Adduono konnte erst ab dem zweiten Drittel zufriedener mit der Leistung des Teams sein.

Dirk Jochmann

Rick Adduono konnte erst ab dem zweiten Drittel zufriedener mit der Leistung des Teams sein.

Krefeld. Die Krefeld Pinguine können doch noch gewinnen. Nach sechs Niederlagen in Folge besiegten die Schwarz-Gelben am Sonntag Schwenningen nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2. Im Heimspiel vor Wochenfrist gegen Ingolstadt schwiegen die Fans der Nordtribüne. Am Sonntag unterstützten die treuen Anhänger ihre Mannschaft dagegen wieder. Auf einem Transparent stand „Letzte Woche ein Zeichen gesetzt. Wir zeigen Euch unsere Leidenschaft – jetzt“. Die Anhänger hatten angekündigt, dass sich ihre Unterstützung nur an die Spieler richtet, die auf dem Eis auch Leidenschaft zeigen. Davon gab es am Sonntag zunächst nur wenige.

Martin Schymainski leitet die Wende zum Besseren ein

Es war ein typisches Heimspiel, die Gäste erspielten sich auf relativ einfache Art und Weise eine 2:0-Führung. Topscorer Will Acton hatte beide Treffer für die Wild Wings erzielt. Nach der Niederlage in Nürnberg hatte Rick Adduono kleine Änderungen in seinem Kader vorgenommen. Mikko Vainonen konnte nach seinem Fingerbruch wieder auflaufen. Für den Finnen nahm Patrick Galbraith als überzähliger Kontingentspieler auf der Tribüne Platz. Niklas Treutle stand zwischen den Pfosten und hielt solide.

Martin Schymainski leitete die Wende ein. Zunächst vergab er die beste Möglichkeit bis zu diesem Zeitpunkt, als er unter Bedrängnis bei einem Nachschuss nicht das leere Tor sondern nur den Außenpfosten traf (31.). Es folgte ein Frustfoul von Schymi, der sich auch auf der Strafbank nicht beruhigen konnte und von den Schiedsrichter zwei zusätzliche Strafminuten aufgebrummt bekam. Es sollte der Weckruf für seine Mitspieler werden, die die vier Minuten Unterzahl ohne Mühe überstanden. Sie hatten durch Kevin Orendorz (34.) und Müller (35.) sogar die besseren Chancen auf ihrer Seite. Die Pinguine nutzten das Momentum - ausgerechnet Schymainski markierte den ersten Krefelder Treffer (37.). Nach einem fairen Check von Müller prallte Jiri Hunkes unglücklich in die Bande. Er musste in die Kabine geführt werden, konnte nicht weiterspielen. Die Schiedsrichter schickten Müller unter die Dusche - Begrüngung: Bandencheck mit Verletzungsfolge (39.). Da es seine dritte große Strafe in der Saison war, ist er in Augsburg gesperrt.

Doch die Pinguine verkrafteten diesen Rückschlag. Noch vor der Pause fiel der Ausgleich. In Überzahl war Mark Mancari mit einem Direktschuss erfolgreich. Torhüter Dustin Strahlmeier half mit, ihm rutschte die Scheibe zwischen Arm und Körper hindurch ins Gehäuse (40.). Als Mike Collins zu Beginn des letzten Drittels die Pinguine erstmals in Führung brachte war der Wille der schwachen Schwenninger endgültig gebrochen (43.). Der zweite Treffer von Mancari (47.) beseitigte letzte Zweifel am fünften Saisonheimsieg, der auch in der Schlussminute nicht mehr in Gefahr geriet, als Vainonen auf der Strafbank saß und Strahlmeier sein Tor verlassen hatte.

Tor Treutle (Klein);

Abwehr Hambly - St.Pierre, Klubertanz - Sonnenburg, Vainonen - Little, Faber;

Sturm Müller - Pietta - Umicevic, Schymainski - Rosa - Collins, Orendorz - Kretschmann - Mieszkowski, Mancari - Ness – Vasiljevs

Tore 0:1 (11:24) Acton (Samson, Schmölz), 0:2 (23:16) Acton (Schmölz), 1:2 (36:09) Schymainski (Little, Collins), 2:2 (39:07) Mancari (Hambly, Collins - 4:3), 3:2 (44:09) Collins (Mancari, Ness), 4:2 (46:41) Mancari (Rosa, Collins)

Schiedsrichter Schütz, Daniels

Zuschauer 4 977

Strafen Krefeld 13 + Spieldauer Müller, Schwenningen 10

Das Spiel der Krefeld Pinguine am Freitag bei den Augsburger Panther können Sie bei uns im Internet im Liveticker ab 19 Uhr verfolgen unter wz.de/krefeld

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