Durch den dritten Erfolg in Serie im Forstwald heimste der 29-Jährige den Pott ein.

Der Sieger Benedikt Boyxen (Startnummer 1) neben seinem Bruder Sebastian (62) sowie den Konkurrenten Valentin Quack (618) und Matthias Epping (2). (abi)
Der Sieger Benedikt Boyxen (Startnummer 1) neben seinem Bruder Sebastian (62) sowie den Konkurrenten Valentin Quack (618) und Matthias Epping (2). (abi)

Der Sieger Benedikt Boyxen (Startnummer 1) neben seinem Bruder Sebastian (62) sowie den Konkurrenten Valentin Quack (618) und Matthias Epping (2). (abi)

Bischof, Andreas (abi)

Der Sieger Benedikt Boyxen (Startnummer 1) neben seinem Bruder Sebastian (62) sowie den Konkurrenten Valentin Quack (618) und Matthias Epping (2). (abi)

Forstwald. Der Lobbericher Benedikt Boyxen hat beim 41. Silvesterlauf der DJK VfL Forstwald Geschichte geschrieben. Als erster Läufer holte der 29-jährige studierte Historiker im 8100 Meter langen Hauptlauf zum dritten Mal in Folge den begehrten Wanderpokal und darf den Pott nun behalten. Den Familien-Triumph der Boyxens vervollständigte sein ein Jahr älterer Bruder Sebastian, der nach vier spannenden Runden durch den Forstwald mit 20 Sekunden Rückstand den zweiten Platz belegte. Die Boyxen-Brüder holten im Laufe der Jahre bereits fünf Mal den ersten Platz.

Vater Jürgen Boyxen hatte seine beiden Söhne angefeuert

Noch nie waren die beiden in ihrer gut 16 Jahre währenden Karriere offiziell in einem Lauf gegeneinander angetreten. Die Zuschauer erlebten daher eine Premiere. Auch im übrigen Leben sehen sich die beiden Langstreckenläufer fast zwangsweise selten. Während Benedikt in der Bundeshauptstadt an seiner Doktorarbeit in alter Geschichte schreibt, lebt und arbeitet sein älterer Bruder in Paris als Rechtsanwalt. Beide meldeten sich unabhängig voneinander zum Silvesterlauf an und bemerkten ihr bevorstehendes Bruderduell erst unter dem heimischen Christbaum in Lobberich.

Während Vater Jürgen Boyxen entlang der extrem aufgeweichten Strecke seinen Sprösslingen die Daumen drückte, erfuhr Mutter Barbara vom nervenaufreibenden Lauf ihrer Kinder erst über das Telefon – nachkommentiert durch ihren Ehemann. „Drei Runden habe ich versucht gegenzuhalten, aber dann war Sebastian einfach zu stark. Wenn ich einem den Sieg gönne, dann meinem Bruder“, sagte Sebastian Boyxen, der schon 1999 und 2000 den Lauf gewonnen hatte. „Hoffentlich passt der Pokal in meinen Koffer. Ich möchte ihn als Andenken gerne mit nach Berlin nehmen. Dort bekommt er einen Ehrenplatz“, sagte Sieger Benedikt.

Der Dreifachsieger vom Forstwald startet ab Montag für den OSC Berlin, trainiert über die Woche etwa 60 bis 70 Kilometer und verbesserte im März seine Straßenrekordzeit über die zehn Kilometer auf 31:26 Minuten. Achtbarer Dritter im Forstwald wurde der Bochumer Tobias Severin (27:31) vor dem Krefelder Ex-Doppelsieger Valentin Quack (27:47 Min.). Hochzufrieden waren die VfL-Organisatoren um den Vorsitzenden Viktor Kox mit dem Lauf, bei dem 552 Läufer an den Start gegangen waren. Im Vorjahr hatte es ein Schneechaos gegeben.

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