Einige Bewohner Oppums sind nicht zufrieden. Am WZ-Mobil wurde diskutiert.

Oppum
Die Oppumer Bürger fordern, dass man sich mehr um ihren Stadtteil kümmert.

Die Oppumer Bürger fordern, dass man sich mehr um ihren Stadtteil kümmert.

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Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Die Oppumer Bürger fordern, dass man sich mehr um ihren Stadtteil kümmert.

Krefeld-Oppum. Der Frühling ist da, die Bäume werden wieder grün. Trotzdem liegt zwischen den Sträuchern noch das vertrocknete Laub aus dem vergangenen Herbst. Dazwischen Kippen und Scherben. Neben dem Bahngleis liegt ein blaues Fahrrad, das eindeutig schon vor längerer Zeit verendet ist. Der Platz vor dem Bahnhof Oppum macht insgesamt einen etwas ungepflegten Eindruck.

Jutta Müller-Romans macht das wütend: „Die Treppen runter ist alles versifft. Das ist wirklich nicht schön.“

Mehr Sauberkeit im Ort fordert auch Daniela Leven. Sie führt ein Café an der Maybachstraße, fühlt sich aber eigentlich „sehr wohl in Oppum“.

Die Zustände am Bahnhof kritisiert auch Robert Hermsdorf: „Mein morgendlicher Weg zur Arbeit führt hier vorbei. Und es sieht jedesmal aus wie Sau. Außerdem hängen hier häufig zweifelhafte Gestalten ’rum.“

Auch Marlene Cremer mag den Oppumer Bahnhof nicht. Die 59-Jährige beklagt sich vor allem darüber, dass man mit dem Fahrrad ständig durch Glasscherben fährt. „Mich stört vor allem auch, dass man hier vor Ort nicht gut einkaufen kann. Früher gab es hier viel mehr Einkaufsmöglichkeiten.“ Einen positiven Aspekt kann Cremer ihrem Stadtteil dennoch abgewinnen. „Ich finde es sehr gut, dass es hier so viele Kindergärten gibt.“

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Dietmar Strauchmann findet nicht nur den Bahnhof, sondern den ganzen Stadtteil zu dreckig: „Oppum wird vernachlässigt. Deshalb ist es hier so verschmutzt.“ Seiner Ansicht nach gibt es drei Schuldige für diese Misere – die Stadt, die Bahn und die Bürger: „Die Stadtreinigung macht keinen guten Job, die Bahn lässt die Unterführungen verkommen und die Bürger fühlen sich nicht mehr verantwortlich. Etwas Positives findet er aber doch noch: „Die Parkanlagen!“

Das findet auch Lubomir Turon: „Das Grüne, die Parks – das gefällt mir.“

Gerd Krölls ist ähnlich zufrieden:„Ich möchte nirgendwo anders wohnen. Ich fühle mich rundum wohl.“ Trotzdem bemängelt er, dass sein Stadtteil „relativ laut“ sei. „Seitdem die Busse jetzt alle hier entlang fahren, ist es noch schlimmer geworden.“ Andererseits profitiert er von der guten Verkehrsanbindung: „Ich bin in drei Minuten in der Krefelder Innenstadt. Hier in Oppum ist aber alles in der Nähe.“

Olaf Koch wohnt erst ein knappes Jahr in Oppum und fühlt sich sehr wohl: „Es ist richtig gemütlich hier.“

Claudia Mayer ist mit ihrem Stadtteil zufrieden: „Ich fühle mich hier einfach wohl, weil ich viele Leute kenne.“ Sie bemängelt allerdings die schlechten Einkaufsmöglichkeiten: „Einen Großeinkauf kann ich hier nicht machen. Das ist nicht zu vergleichen mit Uerdingen zum Beispiel. Was mir auch nicht gefällt ist, dass es die Oppumer Mitte nicht wirklich gibt. Durch den Bahnhof ist das alles zweigeteilt.“

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