Die Gartenstädter bedauern am WZ-Mobil die Trennung von den Nachbarn in Elfrath.

Gartenstadt
Die Gartenstädter mögen ihren Stadtteil - vor allem, weil er so grün ist.

Die Gartenstädter mögen ihren Stadtteil - vor allem, weil er so grün ist.

Lothar Strücken

Die Gartenstädter mögen ihren Stadtteil - vor allem, weil er so grün ist.

Krefeld-Gartenstadt. Der Frühling ist in Gartenstadt ausgebrochen und zeigt den Stadtteil im Nordosten Krefelds von seiner Schokoladenseite. Wo man nur hinschaut: Bäume, Blumen, Wiesen. Am WZ-Mobil stellt sich heraus: Das ist das, was die Gartenstädter an ihrem Heimatort am meisten schätzen.

„Der Stadtteil ist wunderschön grün“, sagt Paul Pasch, der seit 50 Jahren hier lebt – und das sehr gerne. Er mag die Ruhe, die verkehrsberuhigten Straßen. Nur die Abgrenzung des kleinen Nachbarn Elfrath stört ihn: „Als der Europaring gebaut wurde, begann die Abschirmung.“

Da stimmt ihm Christoph Aretz, als SPD-Ratsherr zuständig für Gartenstadt und Elfrath, zu: „Elfrath ist total abgeschnitten. Die beiden Stadtteile müssen mehr verbunden werden. Sie haben nichts Gemeinsames mehr“, klagt er, als er sich zu der Einwohner-Gruppe am WZ-Mobil gesellt.

Es müsse eine weitere Brücke oder Unterführung her. „Elfrath ist ein totes Loch“, findet Anna Reiss. „Dadurch, dass der Stadtteil so abgeschnitten ist, entsteht auch keine Verbindung zwischen den Bürgern. Jeder kocht sein eigenes Süppchen“

Doch noch ein anderes Thema liegt den Einwohnern besonders am Herzen: die Umgestaltung des Insterburger Platzes. Momentan verlegt die SWK Aqua die Abwasserkänale. Weiter geht es allerdings wahrscheinlich erst im Oktober.

Der siebte Stadtteilspaziergang führt die WZ durch Linn. Das WZ-Mobil steht deshalb am Mittwoch von 16 bis 17 Uhr am Danziger Platz. Wer nicht persönlich kommen kann, um seine Meinung zum Stadtteil zu sagen, schicke ein Fax an die Nummer 855-2824 oder eine E-Mail an: stadtteile@wz-krefeld.de

„Schuld ist der noch nicht genehmigte Haushalt“, sagt Aretz. „Die Herstellung eines Bauzwischenzustands kostet jedoch viel Geld. Wir hoffen , dass der Umbau nahtlos weitergeht.“

Doch der Insterburger Platz ist nicht die einzige Baustelle in Gartenstadt: „Für die Jugend muss mehr getan werden“, fordert Ulrich Mühlenhaus. „Es gibt zu wenige Spielplätze. Ich wohne an der Gubener Straße und dort teilen sich 50 Kinder eine Schaukel.“ Maria Scholten ärgert sich, dass „zwischen 16 und 17 Uhr oft die Mofas und Autos über die Breslauer Straße rasen.“

Mit einer längeren Unterbrechung wohnt Christoph Stachelhaus seit 46 Jahren in Gartenstadt. „An und für sich ist es hier sehr schön und lebenswert“, sagt er. Komplett zufrieden ist er mit der Situation im Ort jedoch nicht: „Die Bausubstanz ist ziemlich veraltet.

Aber es passiert ja jetzt bald auch richtig was, wenn die Wohnstätte mit der Sanierung der Häuser beginnt.“ Außerdem wünscht sich Stachelhaus mehr Zuspruch für den Bürgerverein, in dem er Mitglied ist. Dort fehle es eindeutig an Nachwuchs.

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