Beim Neujahrsempfang in Traar wirbt Marc Blondin dafür, die Bewohner der Traglufthalle in der Dorf-Gemeinschaft aufzunehmen.

Beim Neujahrsempfang in Traar wirbt Marc Blondin dafür, die Bewohner der Traglufthalle in der Dorf-Gemeinschaft aufzunehmen.
Während die Orchestervereinigung Traar (im Hintergrund) spielt, schauen Polizist Klaus Pitsch, Schützenkönigspaar Norbert Lux und Esta Wolff sowie Bürgervereinsvorsitzender Marc Blondin (v.l.) in die Kamera von Dirk Jochmann.

Während die Orchestervereinigung Traar (im Hintergrund) spielt, schauen Polizist Klaus Pitsch, Schützenkönigspaar Norbert Lux und Esta Wolff sowie Bürgervereinsvorsitzender Marc Blondin (v.l.) in die Kamera von Dirk Jochmann.

Während die Orchestervereinigung Traar (im Hintergrund) spielt, schauen Polizist Klaus Pitsch, Schützenkönigspaar Norbert Lux und Esta Wolff sowie Bürgervereinsvorsitzender Marc Blondin (v.l.) in die Kamera von Dirk Jochmann.

Krefeld. Traar ist ein Dorf – im positiven Sinne. „Unsere Dorf- und Lebensgemeinschaft hat es sich seit jeher auf die Fahnen geschrieben, allen hier lebenden Mitmenschen ein Gefühl der Geborgenheit zu geben“, sagt Vorsitzender Marc Blondin beim Neujahrsempfang des Bürgervereins Traar im Gemeindesaal der Pfarre St. Josef. Hierin bestehe die wahre Qualität des Lebens in Traar, mehr als in schicken Häusern, gut ausgebauten Straßen oder einer luxuriösen Infrastruktur.

Alles, was Rang und Namen hat, ist erschienen. Die Orchestervereinigung Traar unter Dirigent Lazlo Dömötör sorgt für den musikalischen Rahmen, ein umfangreiches Buffet für das leibliche Wohl. Dennoch stehen die Worte von Marc Blondin und die Gespräche untereinander im Mittelpunkt.

Ein gesegnetes und vor allem friedvolles Jahr wünscht der Bürgervereinsvorsitzender den Gästen. Wie fragil der Frieden in der Welt ist, macht er mit einem kurzen Rückblick auf den Neujahrsempfang 2015 deutlich. Damals gedachte er der Opfer von Paris, die von Terroristen in der Redaktion von Charlie Hebdo und in einem jüdischen Supermarkt ermordet worden waren.

„Diese Worte lassen sich fast 1:1 in das Jahr 2016 übertragen“, sagt Blondin und erinnert an die erneuten terroristischen Anschläge in Paris. Auch Deutschland rückt laut Blondin zunehmend ins Visier „dieser Verbrecher, die sich als religiös bezeichnen“. Die Angst davor lasse sich nicht ausschalten, aber man könne sie mit anderen Menschen teilen, sich gegenseitig Mut machen und die eigenen freiheitlichen und demokratischen Werte vermitteln.

Mit diesen Worten baut Blondin eine Brücke zu den 150 Flüchtlingen, die ab kommenden Monat in einer Traglufthalle auf dem Festplatz untergebracht werden. Er wirbt dafür, die Menschen hier willkommen zu heißen und ihnen eine Zuflucht zu gewähren, die unter zum Teil unwürdigen und lebensbedrohlichen Umständen Deutschland aufgesucht haben, um ihre nackte Existenz und die ihrer Kinder zu retten. Das sei die größte Herausforderung des Jahres.

Angesichts des genehmigten Haushaltes fordert Blondin außerdem, dass von dem Aufbruch auch im Krefelder Norden etwas zu spüren ist. Er denkt da zunächst an den vorgezogenen Neubau der Niepkuhlenbrücke. Eine große Herausforderung in Traar sei aber auch die Sanierung der Mühle auf dem Egelsberg.

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