Vincent Langer krönte seine bisherige Karriere mit dem WM-Titel. Das Ende der Laufbahn hat er jetzt erst einmal verschoben.

Das hatte Vincent Langer in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet. Nachdem der Windsurfer vom Segelklub Bayer Uerdingen 2016 das bis dahin erfolgreichste Jahr seiner Karriere feierte, „konnte ich 2017 noch eine Schippe drauflegen“, wie es der 31-Jährige bescheiden formuliert. Der Weltmeister-Titel in der Formula Windsurfing Class, der größten Konkurrenz in dieser Sportart, war der Höhepunkt.

Der deutsche Meistertitel gehört schon fast zur Gewohnheit

Fast schon zur Gewohnheit gehört da der deutsche Meistertitel in der Mehrkampf-Konkurrenz Overall (Wave, Slalom und Formula), den Langer zum mittlerweile fünften Mal hintereinander gewann. Unvergesslich bleibt für den Routinier nicht zuletzt der zweite Platz beim Windsurf Worldcup Sylt – der besten Platzierung eines Deutschen seit 27 Jahren. „Es war beeindruckend. 500 000 Zuschauer kamen an den Veranstaltungstagen“, schwärmt Langer. Das Karriere-Ende, das der 31-Jährige bei weiteren großen Erfolgen ins Auge gefasst hatte, ist erst einmal verschoben. Aus gutem Grund. „Ich lebe und liebe meinen Sport, habe eine Menge Spaß. Wenn ich mit meiner Leistung zufrieden bin, ist auch die Platzierung mal nicht so wichtig“, sagt Langer, der mittlerweile von Jahr zu Jahr denkt. „Bis Mitte 30 könnte ich aber sicher noch auf Weltklasse-Niveau surfen.“

Vincent Langer fördert den Nachwuchs