Triathletin Anna Pauline Saßerath verteidigt ihren Titel bei der Wahl zum Sportler des Jahres. Die Bayer-Athletin will in der Bundesliga für Furore sorgen. Im Cross-Triathlon peilt sie im Sommer die EM und WM an.

Die Bayer-Athletin will in der Bundesliga für Furore sorgen. Im Cross-Triathlon peilt sie im Sommer die EM und WM an.
Anna Pauline Saßerath trainiert zwölf bis 15 Stunden in der Woche. Archiv

Anna Pauline Saßerath trainiert zwölf bis 15 Stunden in der Woche. Archiv

Anna Pauline Saßerath trainiert zwölf bis 15 Stunden in der Woche. Archiv

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Anna Pauline Saßerath trainiert zwölf bis 15 Stunden in der Woche. Archiv

Krefeld. Das neue Jahr ist erst knapp drei Monate alt. Und Anna Pauline Saßerath hat das Wettkampf-Jahr so begonnen wie das alte zu Ende ging - mit einem Erfolg. Bei der deutschen Meisterschaft im Duathlon in Trier landete sie gerade auf dem dritten Platz der Elite. Auf ihrer Facebook-Seite schrieb die 18-Jährige: „Zum jetzigen Saisonzeitpunkt bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Auch wenn mir die vielen Höhenmeter auf dem Rad ziemlich zu schaffen gemacht haben.“ Das alles mit einem augenzwinkernden Smiley versehen. Es ist ein weiterer Eintrag in ihrer schon langen Erfolgsliste der vergangenen Jahre.

Das alles ist hart erarbeitet. Über die WM in Australien schrieb sie auf ihrer Instagram-Seite: „Das härteste Rennen meines Lebens.“ Dort war sie nach einem Sturz der Aufgabe nahe, blieb aber zäh und wurde am Ende noch Zweite. Zwölf bis 15 Stunden pro Woche trainiert die Traarerin. Ihr Verein SC Bayer Uerdingen, bei dem sie gerade ein freiwilliges soziales Jahr absolviert, greift ihr dabei zusammen mit regionalen Sponsoren helfend unter die Arme.

Saßerath ist ein Aushängeschild für den Club in einem sehr zeit- und kostenaufwendigen Sport. Der Reiz daran liege im Zusammenspiel zwischen Kondition, Konzentration und Koordination, hat Saßerath einmal in einem Interview gesagt. Ein Fehltritt oder Fehlritt auf ihrem Rad würde nicht verziehen. Sie schätzt die Abwechslung von Schwimmen, Radfahren und Laufen, wobei sie das Laufen zu den Disziplinen zählt, wo sie noch Schwächen hat.

Mit gerade einmal drei Jahren begann Saßerath beim SV Bayer mit der Schwimm-ausbildung. Mit neun Jahren trainierte sie erstmals in der Triathlon-Abteilung des Klubs. Wettkämpfe gehörten früh dazu. Schon im Alter von vier hieß es: Sieg oder Niederlage. Man erkennt schnell: Saßerath ist auf Sport und Wettkampf gepolt. Vor einigen Monaten sagte sie der WZ: „Der Triathlon ist ein Teil meines Lebens. Er ist nicht wegzudenken.“

Im Training geht die 18-Jährige bereits auf die längeren Distanzen

Inspiriert haben sie ihre beiden Brüder Maximilian und Philipp. Erfolge stellten sich über die Zeit auch international ein. In dieser Saison möchte sie mit dem Triathlon-Team Köln in der Bundesliga für Aufsehen sorgen. Im Training geht sie mittlerweile auf längere Distanzen. Die nächsten Ziele sind klar. Die Cross-Triathlon-EM am 30. Juli in Rumänien, die WM in derselben Kategorie im kanadischen Penticton am 23. August sind in ihrem Kalender schon dick markiert.

Das „erfolgreichste Jahr meiner Karriere“ (Saßerath) liegt gerade hinter ihr. Vielleicht kann die 18-Jährige in dieser Saison noch einen draufsetzen. Ihr Limit scheint die Traarerin auf jeden Fall noch längst nicht erreicht zu haben.

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