Die Titelverteidigerin zählt erneut zum Favoritenkreis.

Juliane Schenk holte im vergangenen Jahr als erste Badminton-Spielerin die Krone bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung.
Juliane Schenk holte im vergangenen Jahr als erste Badminton-Spielerin die Krone bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung.

Juliane Schenk holte im vergangenen Jahr als erste Badminton-Spielerin die Krone bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung.

Sven Heise

Juliane Schenk holte im vergangenen Jahr als erste Badminton-Spielerin die Krone bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung.

Krefeld. Juliane Schenk hat es im vergangenen Jahr als erste Badminton-Spielerin geschafft, sich bei der Sportlerwahl der Westdeutschen Zeitung die Krone aufzusetzen. Nach mehreren knappen Entscheidungen, bei denen die 28-Jährige immer nah dran war, stand die Hülserin bei der 29. Auflage der Wahl endlich an der Spitze. Sie ist nach Sabine Blumtritt, Heide Schlösser und Anne Poleska die vierte Frau auf der immer noch von Männern dominierten Siegerliste, wobei Anne Poleska mit sechs „Titeln“ allerdings eine Duftmarke für die Ewigkeit gesetzt haben dürfte.

Mit der Wahl zur Sportlerin des Jahres in Krefeld sei für sie ein Traum wahr geworden. Allerdings einer der kleineren, denn ihre ganz großen Triumphe will Juliane Schenk noch beim Badminton feiern. Da sieht sie das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht. „Ich denke, die besten Jahre kommen noch. Ich hoffe, dass ich noch weiter auf diesem Niveau spielen kann“, sagte Schenk auf der WZ-Gala nach ihrem Triumph. Und diese Hoffnung hat sich zumindest im abgelaufenen Jahr erfüllt, sodass die Titelverteidigerin auch bei der Sportlerwahl 2010 getrost zum ganz engen Favoritenkreis gezählt werden darf.

Juliane Schenk ist 2010 in der Weltrangliste auf Rang 5 geklettert

Schenk feierte 2010 Turniersiege in den Niederlanden und Belgien, verteidigte ihren Deutschen Meistertitel und wurde Vize-Europameisterin im Dameneinzel. Darüber hinaus stieß die Hülserin in der Weltrangliste als Sechste in bislang unbekannte Höhen empor. Sie krönte das Jahr Mitte Dezember in Hongkong mit ihrer erste Halbfinal-Teilnahme bei einem Super-Series-Turnier und wurde in der Weltrangliste zum Jahreswechsel als Siebte geführt.

Alles in allem kann die 28-Jährige also auf eine Saison zurückblicken, die für die Olympischen Spiele 2012 in London hoffen lässt. Und ein gutes Abschneiden bei diesem für jeden Athleten schönsten Sporterlebnis ist und bleibt das große Ziel von Schenk. Nachdem sie 2004 in Athen und 2008 in Peking jeweils in der ersten Runde das frühe Aus ereilte, will die ehrgeizige Sportsoldatin es 2012 noch einmal wissen. Und dafür wird der Kampf um eine gute Weltranglistenposition von entscheidender Bedeutung sein, da das Ranking auch bei den Spielen die Setzliste bestimmt. Je höher man rutscht, desto leichter ist in der Regel das Auftaktprogramm. Und wenn Schenk erst einmal ihren Rhythmus gefunden, muss sie sich vor keiner Spielerin in der Welt verstecken.