Der CDU-OB-Kandidat hat bei den Bedenken gegen die Rheinblick-Pläne als Privatmann gehandelt – sagt er.

Uerdingen
Das Haus Bruchstraße 70 hat Vermeulen von seinen Eltern geerbt. (abi)

Das Haus Bruchstraße 70 hat Vermeulen von seinen Eltern geerbt. (abi)

Das Haus Bruchstraße 70 hat Vermeulen von seinen Eltern geerbt. (abi)

Krefeld. Der Schaden ist größer, als Peter Vermeulen zunächst vermutet hat. Seine gemeinsam mit dem DGB abgegebene Stellungnahme zum Projekt Rheinblick sorgte in der vergangenen Woche zunächst für Verwunderung. Nachdem jetzt bekannt geworden ist, dass der CDU-OB-Kandidat als Privatmann und Eigentümer eines Hauses an der Bruchstraße 70 bei dem Thema befangen sein könnte, erscheinen seine kritischen Äußerungen in einem anderen Licht und die Töne ihm gegenüber werden kritischer. Krefelds DGB-Chef Ralf Köpke hat sich bereits von der gemeinsamen Presserklärung distanziert . Hinter den Kulissen suchte deshalb Vermeulen Montag erneut das Gespräch zu Köpke.
Gegenüber der Presse betont Vermeulen, dass er sich nie gegen eine Bebauung oder gegen einen städtebaulichen Impuls ausgesprochen hätte. Monate vor der Ankündigung des amtierenden Oberbürgermeisters Gregor Kathstede, nach Ende seiner Amtsperiode aufhören zu wollen, hatte Vermeulen als Privatmann seine Einwände zum Bebauungsplan Rheinblick formal und in einem Schreiben an alle Fraktionen ausführlich geäußert.

Eingabe richtete sich gegen die achtgeschossige Bebauung

Darin begrüßt Vermeulen grundsätzlich das Vorhaben Rheinblick, regt aber an, es in seinen Dimensionen zu reduzieren. Statt des achtgeschossigen Baukörpers an der Südostspitze schlägt er eine maximal fünfgeschossige Bauweise vor. Ansonsten werde durch die massive Höhe eine erdrückende Wirkung erzielt. Er betont, seine Eingabe sei bereits damals nicht zum Vorteil der Bewohner seiner ererbten Immobilie gedacht gewesen, weil vor diesem Haus nur eine Viergeschossigkeit im Bebauungsplan vorgesehen ist.

Im Rahmen der ersten Offenlage des B-Plan 772 (Rheinblick), die im Zeitraum 9. Mai bis 10. Juni stattfand, hat Peter Vermeulen als Privatmann und Besitzer an der Bruchstraße eine Eingabe bei der Stadt eingereicht.

Am Freitag machte Vermeulen die Eingabe der Öffentlichkeit bekannt.

Seine gemeinsame Stellungnahme mit dem DGB sei von der Sorge um die Entwicklung des Chemieparks getragen. Inzwischen hat Vermeulen von dem Gespräch zwischen Stadt, politischen Vertretern und Chemiepark erfahren, das Dienstagnachmittag stattfindet. Sein Kommentar: „Ich hoffe, dort wird eine einvernehmliche Lösung gefunden.“

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