Rheinbahn beklagt Fahrgastverluste durch fast zweijährigen Ostwall-Umbau. Besseres Angebot für Pendler in Sicht.

Rheinbahn beklagt Fahrgastverluste durch fast zweijährigen Ostwall-Umbau. Besseres Angebot für Pendler in Sicht.
Die K-Bahn fährt ab Donnerstag wieder bis zum Ostwall durch.

Die K-Bahn fährt ab Donnerstag wieder bis zum Ostwall durch.

Rheinbahn

Die K-Bahn fährt ab Donnerstag wieder bis zum Ostwall durch.

Krefeld. Pendler zwischen Düsseldorf und Krefeld können aufatmen: Die Rheinbahnlinien U76 und U70, von den meisten Nutzern K-Bahn genannt, fahren ab Donnerstag wieder wie früher bis in die Krefelder Innenstadt. Grund: Nach fast zwei Jahren ist die Umgestaltung der Haltestelle Ostwall/Rheinstraße fertig, rund sechs Monate später als vorgesehen.

„Genaue Zahlen haben wir nicht, aber der Umbau hat uns erhebliche Fahrgastverluste gebracht“, sagt Helmuth Höhn, Abteilungsleiter Verkehrswirtschaft bei der Rheinbahn. „Viele fahren inzwischen mit dem Zug oder dem Auto.“

Kein Wunder: Seit Mai 2014 begann oder endete die K-Bahn-Fahrt zwischen Krefeld und Düsseldorf in Dießem. Eine attraktive Verbindung zwischen dieser Haltestelle und der Innenstadt fehlte. Also gingen die meisten Fahrgäste zu Fuß. Erst ab September 2014 bot die Rheinbahn Ersatzbusse an, zunächst bis zum Hauptbahnhof, ab Mai 2015 auch bis zur Rheinstraße.

Trotz der Ersatzbusse blieben die Fahrgäste aus

Dennoch blieben die Fahrgastzahlen deutlich geringer als üblich. Das könnte sich nun wieder ändern. Denn das Angebot für die Pendler wird bald besser sein als vor dem Ostwall-Umbau: Mit dem Fahrplanwechsel der Rheinbahn fährt die U70 ab dem 22. Februar auch nachmittags bis in die Krefelder Innenstadt und endet nicht mehr in Dießem. Bislang gibt es diesen Service nur morgens. Die U70 ergänzt die U76 morgens und am späten Nachmittag zu den Hauptverkehrszeiten, so dass die Fahrgäste im Zehn-Minuten-Takt pendeln können.

Ab Oktober kommt die K-Bahn dann noch attraktiver daher: Die U76 verkehrt an Werktagen abends zwei Stunden länger im 20-Minuten-Takt zwischen Düsseldorf und Krefeld. Während die Fahrgäste heute nach 19 Uhr mit dem 30-Minuten-Takt leben müssen, bleibt es künftig bis nach 21 Uhr beim 20-Minuten-Takt.

Keine Einigung gibt es laut Helmuth Höhn dagegen bei einer zusätzlichen Nachtfahrt der K-Bahn. „Meerbusch möchte, dass wir werktags noch nach 2 Uhr in Düsseldorf losfahren. Das scheint uns mangels Fahrgästen aber nicht sinnvoll zu sein. Wir suchen weiter nach einer Lösung“, so Höhn.

Die Aussicht auf wieder steigende Fahrgastzahlen könnte auch die Bistro-Wagen der K-Bahn wieder für Pächter attraktiv machen. Laut Rheinbahn-Sprecher Eckhard Lander gibt es Verhandlungen mit zwei Interessenten. Die Bistro-Wagen werden seit Ende 2014 nicht mehr bewirtschaftet, weil wegen der verkürzten Fahrt auch dort die Kunden ausblieben.

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