Das Stadtpark-Gymnasium bietet jedem Schüler die Chance, ein Instrument zu lernen – und sichert sich einen Schulpreis.

Bläserklassen
Ein Teil der Bläserklassen des Gymnasiums am Stadtpark sorgte bei der Schulpreis-Verleihung für einen swingenden musikalischen Rahmen.

Ein Teil der Bläserklassen des Gymnasiums am Stadtpark sorgte bei der Schulpreis-Verleihung für einen swingenden musikalischen Rahmen.

Dirk Jochmann

Ein Teil der Bläserklassen des Gymnasiums am Stadtpark sorgte bei der Schulpreis-Verleihung für einen swingenden musikalischen Rahmen.

Krefeld. Kaum loben Westdeutsche Zeitung und Sparkasse den ersten Krefelder Schulpreis aus, schon gehören sie zu den Gewinnern: Die „Bläserklassen“ des Gymnasiums am Stadtpark freuen sich über ihren wohlverdienten 2. Platz in der Kategorie Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) – und natürlich über die 1 000 Euro Preisgeld.

Von insgesamt 845 Schülern spielen 210 ein Instrument

Wäre das Projekt aus Fleisch und Blut, dann ginge es bereits in die zweite Klasse. Seit sieben Jahren gibt es am Stadtparkgymnasium in Uerdingen das Projekt „Bläserklasse“. Bekäme es ein Zeugnis ausgestellt, dann glänzte dieses mit Bestnoten. Denn die Bläserklasse hat sich erfolgreich etabliert. Schulkonzerte finden mittlerweile vor rund 1200 Zuhörern im Seidenweberhaus statt.

845 Schüler besuchen das Stadtparkgymnasium, 210 spielen ein Instrument. Und das ganz ohne Vorkenntnisse. „Die Schüler fangen bei null an. Wer Lust und Interesse hat, ist dabei“, sagt Schulleiter Rolf Nagels.

„Über den Preis freut sich die ganze Schule. Er ist eine Anerkennung unserer Arbeit.“ Neue Schüler können sich gleich am Tag ihrer Anmeldung für eine Bläserklasse einschreiben und ihr Wunschinstrument wählen.

Da werden auch schon mal Klischees bedient. Mädchen bevorzugen die Querflöte, Jungs hauen gerne mal auf die Pauke und sympathisieren mit dem Schlagzeug. Zur Auswahl stehen ebenfalls Klarinette, Trompete, Tuba, Posaune, Saxophon, Eufonium und E- sowie Bassgitarre.

Die Westdeutsche Zeitung hat zusammen mit der Sparkasse den Krefelder Schulpreis verliehen. Hier stellen wir die Gewinner in den Gruppen Grundschule, Sekundarstufe II und II sowie der Sonderpreise vor.

„Pole Position“ heißt das Schulkonzert des Gymnasiums am Stadtpark am 17. März, 19 Uhr, im Seidenweberhaus. Der Eintritt ist frei.

Auch bei den Eltern kommt das musikalische Angebot gut an. Zumal sich die Kosten für die gemieteten Instrumente und den Unterricht mit monatlich 30 Euro in Grenzen halten. So wundert es nicht, dass sich von 100 Neuzugängen im Schnitt 40 für eine Bläserklasse entscheiden. Neben den beiden Musiklehrern Jürgen Vey und Bernd Tück geben acht Instrumentallehrer als Honorarkräfte den jungen Musikern Unterricht. Der findet an zwei Stunden nachmittags in kleinen Gruppen von höchstens sechs Schülern statt. Pro Jahrgangsstufe gibt es ein Orchester, zusätzlich zwei Oberstufenorchester und mehrere Gesangsgruppen.

Das Preisgeld kommt allein den Bläserklassen zugute

Nach zwei Jahren könnte sich die Spreu vom Weizen trennen. Die kleinen Bläser dürfen nach dieser Orientierungsphase ihre Musikkarriere beenden oder erst richtig durchstarten. Ehrensache, die meisten machen weiter. Und wer richtig Blut geleckt hat, belegt das Fach Musik sogar im Abitur. Das pädagogische Konzept geht auf. „Nachhaltigkeit ist uns wichtig“, sagt Nagels. „Die Bläserklassen sind kein Leuchtturmprojekt.“

Das Preisgeld fließt in die Kasse des Fördervereins und kommt allein den Bläserklassen zugute. „Wir schaffen neue Instrumente an und das Schulkonzert ist auch nicht ganz billig.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer