Tausende feiern im „Lachenden König-Palast“ mit Brings, Paveiern und Höhnern.

karneval
Prächtig kostümiert und ausgelassen feierten tausende von Narren im König-Palast mit den Originalen aus dem Kölschen Karneval.

Prächtig kostümiert und ausgelassen feierten tausende von Narren im König-Palast mit den Originalen aus dem Kölschen Karneval.

Andreas Bischof

Prächtig kostümiert und ausgelassen feierten tausende von Narren im König-Palast mit den Originalen aus dem Kölschen Karneval.

Krefeld. Akrobatik, Büttenreden und viel kölsches Liedgut: Dieses Erfolgsrezept geht im König-Palast bereits seit 2007 auf. An Karneval ist dort an zwei Abenden Spektakel angesagt – und tausende Niederrheiner feiern kräftig mit.

Um Punkt 19.11 Uhr marschiert eine große Schar schmucker Gardisten in die Halle ein. Unter Führung ihres Präsidenten Rainer Küsters, der auch das karnevalistische Treiben leitet, zieht die Gruppe durch den Saal zur Bühne. Besonders den Besuchern auf den Rängen bietet sich ein farbenprächtiges Bild. Die vielen Karnevalsliebhaber, die teilweise schon seit 17.30 Uhr ausharren, singen aus voller Brust das Lied vom treuen Husaren mit.

40 Musiker haben die Veranstalter aufgeboten, das Orchester Ted Borgh und die Bückeburger Jäger. Nach den Begrüßungsworten von Prinz Manfred II., der mit seiner Prinzessin Beate I. erschienen ist, betätigt sich die Kölner Liedermacherin Marie Luise Nikuta als „Eisbrecherin“. In das Krefelder Helau mischt sich das erste schüchterne Alaaf.

Besucher haben Proviant dabei – auch in flüssiger Form

Danach hat es Fritz Schopps, „Et Rumpelstilzche“, bei seiner Rede schwer. Die vielen Gäste lassen sich eben lieber durch die Bläck Fööss, Bernd Stelter und die Cöllner zum Mitmachen animieren. Dabei hilft ihnen der mitgebrachte Proviant: Es gibt Kartoffelsalat mit Würsten, Frikadellen und vor allem Getränke. In allen Reihen betätigen sich die Herren als Mundschenk – manches Fässchen wird geleert.

Als Augenschmaus erweist sich die Tanzgruppe Kölner Rheinveilchen. Zu Sambamusik werfen die Tänzer ihre Mariechen hoch in die Luft – Akrobatik vom Feinsten. Ein Leckerbissen ist der Auftritt des Bauchredners Klaus mit seinem vorlauten Affen Willy. Viele Gäste sind begeisterte „Wiederholungstäter“.

Die Kölner Gruppe Brings bringt den Palast mit „Superjeilezick“ erst so richtig in Rage. Nach der Pause geht es Schlag auf Schlag weiter mit den Paveiern, den Höhnern und den Räubern. Köln ist allgegenwärtig, und das Publikum singt begeistert mit. Erst eine halbe Stunde nach Mitternacht lassen die Hallentechniker viele bunte Ballons aufs hübsch kostümierte Publikum regnen. Fortsetzung folgt – am 28. Januar 2012.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer