Der OB trage zwar für die 800.00-Euro-Panne die Verantwortung, aber nicht die Schuld, ließ die Fraktion wissen.

Krefeld. "Nach einem intensiven Meinungs- und Gedankenaustausch über die aktuelle politische Lage in Krefeld hat die Krefelder CDU-Stadtratsfraktion dem Krefelder Oberbürgermeister, Gregor Kathstede (CDU), ihr Vertrauen ausgesprochen." Das vermeldete die Fraktionsgeschäftsführung am späten Montagabend.

Fraktions-Chef Wilfrid Fabel wies gleichzeitig die öffentliche Kritik an der Amtsführung des Oberbürgermeisters im Zusammenhang mit eine Fehlbuchung der Stadtkasse zurück. "Dafür trage der Oberbürgermeister zwar die Verantwortung, habe daran jedoch keine Schuld", heißt es in der Mitteilung weiter.

Persönliche Angriffe auf den OB seien, so Fabel weiter, "weder hilfreich noch nützlich, wenn es darum gehe, Fragen und Probleme der Stadt zu lösen".

Die Fraktion vertraue darauf, dass es Kathstede gelingen werde, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe auszuräumen. In der Sitzung des Finanzausschusses Anfang Juni hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende noch massive Kritik am Oberbürgermeister geübt.

Kathstede wird u.a. vorgeworfen, zu spät über die Fehlbuchung von rund 800.000 Euro an eine Firma, die kurz darauf Insolvenz anmelden musste, informiert zu haben. Es war von sehr schlechtem Krisenmanagement die Rede. Auch nach den Rechnungsprüfungsausschuss- und Fraktionsvorsitzenden-Sitzungen blieben ungeheuer viele Fragezeichen. Der OB hatte sich für sein Agieren in der Affäre bereits öffentlich entschuldigt. Den Fachbereichsleiter hatte Kathstede von seinen Aufgaben entbunden. düc

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