Fast 7000 Fans pilgerten in die Kult-Location. Leider einmal weniger als erhofft.

Ob wie hier in der großen Halle oder nebenan im überschaubareren Vip-Bereich: Die Stimmung in der Kufa war kaum zu schlagen.
Ob wie hier in der großen Halle oder nebenan im überschaubareren Vip-Bereich: Die Stimmung in der Kufa war kaum zu schlagen.

Ob wie hier in der großen Halle oder nebenan im überschaubareren Vip-Bereich: Die Stimmung in der Kufa war kaum zu schlagen.

Andreas Bischof

Ob wie hier in der großen Halle oder nebenan im überschaubareren Vip-Bereich: Die Stimmung in der Kufa war kaum zu schlagen.

Krefeld. Was für eine Europameisterschaft. Sympathisch schrullig irgendwie. Weil anders. Mit überragenden Überraschungen wie den Ergebnissen von Island und Wales. Mit der existenziell wichtigen germanischen Erkenntnis, dass der beste Fußball ohne das Runde im Eckigen nicht viel Wert ist. Mit Wahnsinns-Choreographien in den Stadien – Dank auch an die wackeren Iren – und mit vielen tollen Erlebnissen.

In Krefeld. An der Dießemer Straße. Immer dann, wenn unser Team auflief, verwandelte sich die Kufa in ein Tollhaus mit mehr als 1000 Fans. Die WZ-EM-Partys waren die größten und buntesten Fußballfeste in der Region.

Gut, die verflixte siebte Party sollte es nicht geben. Aber das haben dann unsere portugiesischen Freunde in der Südstadt übernommen. Die Kufa, da sind sich die Partner WZ, Hülsemann und SinnLeffers einig, könnte der zentrale Public-Viewing-Tempel für künftige Großveranstaltungen bleiben.

Wolfgang Renno vom Kufa-Vorstand zieht sehr zufrieden Bilanz. „Wir sind begeistert über den Zuspruch, in der großen Halle war die Stimmung immer weltklasse, zweimal mussten wir sogar Leute abweisen, weil nichts mehr ging.“ Aber da war den Veranstaltern die Sicherheit einfach wichtiger. Es sei eine Premiere gewesen, die sehr zuversichtlich stimme für die Zukunft: „Das Schöne ist, wir haben dabei ja auch festgestellt, was noch verbessert werden muss und vor allem kann. Eine sehr runde Sache.“

Was auch für den Vip-Bereich gilt. Während die Party mit DJ, Gourmetmeile und Spielen rund um die Kult-Location für jedermann frei zugänglich war, tummelten sich in der kleinen Halle stets die Gäste, die sich, ihren Freunden, Angehörigen oder Kunden das Rundum-Sorglos-Paket gönnen wollten. Mit Buffet, Freigetränken, vielen Fachsimpeleien und interessanten Gästen.

Zum Beispiel mit den Krefeld Pinguinen, bei denen Geschäftsführer Karsten Krippner ebenfalls viel Fußballaffinität besitzt. Allerdings verriet er im WZ-Talk mit dem stellvertretenden Redaktionsleiter Michael Passon, seinen jetzigen Posten nie gegen einen im Krefelder Fußball eintauschen zu wollen. „In Krefeld sind die Krefeld Pinguine der einzige Verein, der professionell geführt wird, deshalb stellt sich für mich diese Frage überhaupt nicht“, sagte Krippner.

OB Meyer gestand gar ein, niemals ein großer Sportler gewesen zu sein: „Aber ich hab’ in den 80ern beim FC Bayer Uerdingen in der U 12 gespielt.“ Zur aktuellen Situation beim KFC Uerdingen sagte Meyer, selbst KFC-Mitglied: „Ich hoffe, dass es gelingt, eine gute Vereinbarung zu treffen für die Zukunft des KFC.“ Darüber sicher demnächst mehr hier in Ihrer WZ.

Wenn es nach der Westdeutschen Zeitung geht, könnte gleich morgen das nächste Turnier beginnen. Verlagsleiter Daniel Poerschke hat das Ausscheiden des deutschen National-Teams mittlerweile verdaut: „Na klar, als Fußball-Fan schmerzt das. Vor allem aber tut mir leid, dass wir den Krefeldern nicht noch ein großes Fußballfest bieten konnten. Was das Kufa-Orga-Team, unsere Sponsoring-Partner Hülsemann und SinnLeffers und nicht zuletzt die Kolleginnen und Kollegen unserer WZ hier auf die Beine gestellt haben, war schon besonders.“

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