Der Oberbürgermeister ist im Stadion und lernt von seinem Vater, was ein Fußballspiel ist.

Frank Meyer (r.) bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes am Hölschen Dyk.
Frank Meyer (r.) bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes am Hölschen Dyk.

Frank Meyer (r.) bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes am Hölschen Dyk.

Archivbild:Bischof, Andreas (abi)

Frank Meyer (r.) bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes am Hölschen Dyk.

Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer war beim Wunder von der Grotenburg als Elfjähriger mit seinem Vater im Stadion – im Block P, direkt neben dem Spielereingang. „Ich habe einen blau-roten Schal um gehabt, den mir meine Oma selbst gestrickt hatte.

Als das dritte Tor für Dresden fiel, habe ich geheult und wollte nach Hause. Aber mein Vater hat mir gesagt, dass man bei einem Fußballspiel niemals vor dem Abpfiff geht. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar“, erzählt Meyer.

Den selbst gestrickten Schal seiner Oma gibt es übrigens bis heute. „Ich halte ihn in Ehren. Bei richtig kalten Temperaturen ziehe ich den Schal immer noch zu Spielen des KFC in der Grotenburg an“, sagt Meyer.

Zur Bedeutung des Spiels für den Fußball in Krefeld merkt er an: „Das Spiel gilt in Fankreisen bis heute als vielleicht bestes Spiel aller Zeiten und hat mich, wie viele andere, für den Fußballsport begeistert. Das Spiel hat bewiesen, dass im Sport mit Kampf und Leidenschaft alles möglich ist. Krefeld ist durch dieses Spiel bis heute in ganz Europa immer wieder Thema. Und das ist doch toll.“

Diesen Tag besonders zu feiern oder so etwas wie einen „Krefelder Feiertag“ daraus zu machen, hält Meyer für „vielleicht etwas übertrieben. Für viele KFC-Fans ist dies ja schon jetzt irgendwie ein Feiertag – und das braucht dafür meiner Meinung nach gar keinen offiziellen Beschluss.“

Deutsche Fußball Route erinnert an den Triumph

Immerhin gibt es in der Stadt zum Beispiel Tafeln, die an das Spiel erinnern: Denn Krefeld gehört zur Deutschen Fußball Route NRW. Die verbindet auf einer Länge von 825 Kilometern 15 Städte, deren Traditionsvereine nationale und internationale Bekanntheit erlangt haben. Dazu gehört die Internetseite www.dfr-nrw.de, auf der unter „Meilensteine“ auch das Jahrhundertspiel gegen Dresden zu finden ist.

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