Kandidat Ulrich Hahnen formuliert das 100-Tage-Programm für Kommunalwahl.

Blick in das Selbstlernzentrum der Gesamtschule Kaiserplatz. Die SPD möchte eine zusätzliche Gesamtschule. 
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Blick in das Selbstlernzentrum der Gesamtschule Kaiserplatz. Die SPD möchte eine zusätzliche Gesamtschule. (Archiv

Blick in das Selbstlernzentrum der Gesamtschule Kaiserplatz. Die SPD möchte eine zusätzliche Gesamtschule. (Archiv

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Blick in das Selbstlernzentrum der Gesamtschule Kaiserplatz. Die SPD möchte eine zusätzliche Gesamtschule. (Archiv

Krefeld. Wenn die Sozialdemokraten am 7. Juni die Kommunalwahl gewinnen, wollen sie die vierte Gesamtschule, ein Freizeit- statt eines Sportbades sowie Investitionen in Jugend, Bildung, Innenstadt und Kultur. Das geht aus dem 100-Tage-Sofortprogramm hervor, das Oberbürgermeister-Kandidat Ulrich Hahnen und Parteichef Bernd Scheelen jetzt vorgestellt haben.

Kostenfreie Bildungsangebote vor allem für Geringverdiener

"Als Wahlsieger werden wir uns dafür einsetzen, dass kein Kind in Krefeld ohne warme Mahlzeit bleibt," sagt Hahnen. Eine Arbeitsgruppe arbeitet daran, wie man dem Elternwillen bei der Schulwahl entgegen kommen kann. "Wir müssen verhindern, dass hunderte Kinder von den Gesamtschulen abgewiesen werden. Deshalb ist die vierte Gesamtschule für uns ein Thema."

Kostenfreier Eintritt zu Bildungseinrichtungen wie Museum, VHS, Musikschule oder Volkshochschule für bildungsferne Schichten steht ebenso auf der SPD-Agenda.

Die gesamte Vorschulbildung völlig ohne Gebühren anzubieten, sei das Ziel, vermutlich aber nur stufenweise erreichbar, schätzt Hahnen. Natürlich könnten Besserverdienende sich die Kinderbetreuung leisten. "Aber wenn Städte wie Düsseldorf das grundsätzlich kostenlos machen, ist das ja auch eine Konkurrenz für den Wohnstandort."

Die Entscheidung der CDU für ein neues Sportbad hält die SPD für falsch: "dringender wäre ein Familienbad. Wir müssen hier über Synergien nachdenken. Der Bund hat den steuerlichen Querverbund sichergestellt zwischen Energie und öffentlichem Nahverkehr und erlaubt ihn nun auch für Bäder. Es ergeben sich für die Stadtwerke ganz neue Möglichkeiten. Da kann man sogar über das Stadtbad nochmal neu nachdenken", sagt Hahnen.

Ein Schwerpunkt bleibt für den OB-Kandidaten die Innenstadt. Er strebt einen Masterplan an, will den Innenstadtring an den Schwachpunkten fit machen und die Aufenthaltsqualität steigern. Vorbild ist der Alexanderplatz.

Mit Baudarlehen und Verzicht auf die Stellplatzablöse möchte er Eigentümern Anreize zu Verbesserungen in der City liefern. Beim Ostwall ist Hahnen enttäuscht, dass sich an der Aufenthaltsqualität nichts ändert. Hier werde die SPD auf jeden Fall nachbessern, den Durchgangsverkehr reduzieren.

Im Sofortprogramm der SPD steht auch eine "Allianz fürs Theater schmieden": "Das gehört zum Angebot eines Oberzentrums", sagt Hahnen.

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