Alternative zu den Stellen an Moritzplatz und Forstwaldstraße könnte das Stadthaus sein.

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Der Bürgerservice am Moritzplatz soll aufgegeben werden.

Der Bürgerservice am Moritzplatz soll aufgegeben werden.

abi

Der Bürgerservice am Moritzplatz soll aufgegeben werden.

Krefeld. Im Bürgerbüro steht der Bürger im Mittelpunkt. Sein Anliegen soll dort schnell und effizient bearbeitet werden, von der Anmeldung bis zum Wohngeld. Die Anlaufstellen werden auch Bürgerservice genannt, doch verdienen manche diesen Namen nicht; sie sind zu alt, zu klein, nicht behindertengerecht und wenig komfortabel.

Nun gibt es Überlegungen, die Büros in den Stadtteilen West und Nord aufzugeben und zusammenzulegen. Haushaltskonsolidierung durch Mietersparnis heißt das Damoklesschwert, das über den beiden Stellen an der Forstwaldstraße und am Moritzplatz schwebt. Aber ob die Wege für die Bürger dann kürzer werden?

Mit einer Neuordnung in neuen Räumen sieht Mathias Schütze, der Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, Verbesserungen einhergehen. "Wir brauchen ausreichende Wartebereiche und ordentliche sanitäre Anlagen. Die sind hier nicht gegeben." Zudem sei jede Stelle mit zwei Personen besetzt. "Wenn einer in Urlaub ist und der andere krank wird, haben wir Probleme." An nur einer Stelle könnte das Personal anders eingesetzt werden.

Bei den SWK könnten einzelne Angebote eingerichtet werden

In einem sanierten Stadthaus sieht Schütze einen guten Ort, um im Eingangsbereich Bürgerservice zu betreiben, wie er sein soll. "Es ist vom Moritzplatz nicht weit entfernt. Und für die Randbereiche im Westen der Stadt könnten - vielleicht bei den SWK - temporäre Angebote eingerichtet werden", überlegt er laut.

Doch die Zukunft des Eiermann-Baus an der Westparkstraße ist ungewiss. Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat auf der Expo Real in München vor wenigen Wochen geäußert, das Stadthaus aufgeben zu wollen (siehe auch Artikel oben).

Sie gibt es in Bockum, Fischeln, Hüls, Linn, Mitte, Nord, Oppum, Süd, Traar, Uerdingen und West. Leiter der Verwaltungsstelle Nord, Moritzplatz 8, ist Thomas Pluschkell, der auch Hüls betreut. Für West, Forstwaldstraße 112, ist Joachim Blömer zuständig. Er ist ebenso in Stadtmitte tätig.

Hans-Josef Ruhland, Vorsteher der Bezirksvertretung West, rügt die für ihn widersprüchliche Entwicklung. "Die Verwaltungsstellen Nord und West zusammenzulegen, ist nicht zielführend. Ursprünglicher Zweck der Bürgerbüros war es, mehr Bürgernähe zu schaffen. Damit sollte man nicht spielen, sondern sie vielmehr stärken", so der Christdemokrat. Die Unterkunft an der Forstwaldstraße sei nicht die beste Lösung, erklärt auch er. "Aber der Vorschlag der Zusammenlegung ist nicht zu Ende gedacht. Er stößt bei den Politikern, die die Bezirke stärken wollen, nicht auf Zustimmung."

Wolfgang Feld (CDU) ist der Vorsteher in Nord. Er sagt: "Bei der finanziellen Lage müssen wir über alles nachdenken." Feld gibt zu bedenken, dass das Bürgerbüro am Moritzplatz die am zweitstärksten frequentierte Stelle im Stadtgebiet sei. Sie dürfe weder aufgehoben noch zu weit aus dem Norden verlagert werden. Auf der anderen Seite: "Zurzeit gibt es hier nur eineinhalb Zimmer." Deshalb würde auch Feld eine Lösung im Stadthaus sehen.

"Wir werden einen anderen Vorschlag erarbeiten", ist Hans-Josef Ruhland zuversichtlich, eine Lösung zu finden.

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