Nach Zeugenaussagen schlagen vier bis fünf Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster.
Nach Zeugenaussagen schlagen vier bis fünf Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster.

Nach Zeugenaussagen schlagen vier bis fünf Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster.

Marc Monderkamp

Nach Zeugenaussagen schlagen vier bis fünf Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster.

Krefeld. Als die Feuerwehrleute eintreffen, wartet der zwölfjährige Junge schon draußen auf der Lewerentzstraße. Die elterliche Wohnung steht zu diesem Zeitpunkt lichterloh in Flammen: Durch ein offenes Dachfenster ist es zu einem Phänomen gekommen, das die Fachleute Durchzündung nennen. Explosionsartig fängt dabei ein heißes Gasgemisch Feuer. Nach Zeugenaussagen schlagen vier bis fünf Meter hohe Flammen aus dem Dachfenster.

In einer ansonsten relativ ruhigen Silvesternacht ist es vor allem dieser Einsatz, der die Krefelder Feuerwehr auf Trab hält. Um 0.15 Uhr rücken die Retter zu dem Wohnungsbrand in der südlichen Innenstadt aus, die Wache wird in dieser Zeit von freiwilligen Wehren besetzt. Die Einsatzkräfte haben den Brand bald unter Kontrolle und verhindern ein Übergreifen auf benachbarte Häuser. Laut Einsatzleiter Jörg Holtmann befand sich außer dem Jungen niemand im Gebäude. „Die anderen Wohnungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt Holtmann. „Aber das Dachgeschoss ist unbewohnbar.“ Die Kriminalpolizei ermittelt vor Ort, um die Brandursache zu klären.

Die anderen Einsätze in der Nacht hatten direkt mit Silvester zu tun: Brennende Mülltonnen und Papiercontainer, die durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren, mussten gelöscht werden. Rund 50 Einsätze gab es auch für den Rettungsdienst. „Er musste in erster Linie alkoholisierte Personen versorgen“, sagt Holtmann. Insgesamt sei die Zahl der Einsätze aber „überschaubar“ gewesen: „Das gilt vor allem angesichts der Massen an Feuerwerk, die gezündet wurden.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer