Am Donnerstag oder Freitag sollen Ahorne gepflanzt werden. Händler hoffen darauf, dass neue Mieter in leere Lokale ziehen.

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Blick vom WZ-Pressehaus auf die umgestaltete Rheinstraße. Die sieben Ahornbäume werden alle im nördlichen Teil der Straße gepflanzt.

Blick vom WZ-Pressehaus auf die umgestaltete Rheinstraße. Die sieben Ahornbäume werden alle im nördlichen Teil der Straße gepflanzt.

Andreas Bischof

Blick vom WZ-Pressehaus auf die umgestaltete Rheinstraße. Die sieben Ahornbäume werden alle im nördlichen Teil der Straße gepflanzt.

Krefeld. Die sieben für die östliche Rheinstraße geplanten Ahornbäume sollen am Donnerstag oder Freitag gepflanzt werden. Im vergangenen Oktober war noch unklar, für welche Baumart sich die Stadt entscheidet.

Nach dem Prinzip „eine Straße, ein Baum“ müssten wie im westlichen Bereich auch hier eigentlich Amberbäume gepflanzt werden. Im westlichen Bereich gibt es allerdings Probleme, weil die Gehölze gegen die Schutzgitter aus Metall drücken.

Neben den jetzt vorgesehenen Ahornbäumen war im Fachbereich Grünflächen auch eine Birnensorte im Gespräch. Die sieben Bäume stehen künftig in zwei Zweier- und einer Dreiergruppe am Rand der Straße.

Straßengemeinschaft setzt auf Hilfe von der Stadt

Ein anderes Problem scheint sich nach der Grunderneuerung von Fahrbahn und Gehwegen im vergangenen Jahr langsam zu lösen. Roman Bühner-Lomberg, Sprecher der Straßengemeinschaft, sieht gute Chancen, dass sich die leerstehenden Geschäfte wieder mit Leben füllen. „Die Nachfrage nach solchen Lokalen steigt spürbar,“ so seine Einschätzung. Ein Geschäft auf der Nordseite werde derzeit für Werbung genutzt. Auf der südlichen Seite gebe es ebenfalls Aktivitäten, die auf neue Mieter schließen lassen.

Die Gemeinschaft werde sich in den nächsten Wochen mit verschiedenen Maßnahmen befassen, die die Rheinstraße neu beleben sollen. Bühner-Lomberg: „Wir werden uns in absehbarer Zeit mit der City-Managerin Christiane Gabbert treffen. Wir wollen ausloten, in welcher Weise uns die Stadt im Rahmen des Förderprogramms Stadtumbau West unterstützen und helfen kann.“

Nach dem Gutachten des Dortmunder Büros Junker und Kruse gab es 2010 im Krefeld Einzelhandel insgesamt 1560 Betriebe mit einer Verkaufsfläche von 438 700 Quadratmetern. Im Schnitt verfügt jeder Betrieb über eine Fläche von 280 Quadratmetern.

Bezogen auf die Verkaufsfläche haben die Gutachter eine Leerstandsquote von neun Prozent ermittelt. Dies wird als „noch tolerabel“ eingeschätzt. Bezogen auf die Anzahl der Betriebe fällt die Leerstandsquote mit 18 Prozent deutlich höher aus. Das bedeutet: Kleine Ladenlokale sind häufiger von Leerständen betroffen als große.

Insgesamt setzte der Einzelhandel in Krefeld im Jahr 2010 knapp 1,3 Milliarden Euro um. Das lokale, einzelhandelsrelevante Kaufkraftvolumen beträgt rund 1,2 Milliarden Euro. Der Zufluss an Kaufkraft betrug also 100 Millionen Euro.

Der Kritik an den von den Hauseigentümern geforderten Ladenmieten, die zu den Leerständen geführt haben sollen, widersprach Roman Bühner-Lomberg. Nach Kenntnis des Immobilienmaklers liegen die Ladenmieten in diesem Teil der Rheinstraße bei etwa neun Euro pro Quadratmeter. „Da kann man nicht sagen, dass das zu viel ist.“

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