Barbara Fink gründete 1987 eine Selbsthilfegruppe rund um die Krankheit, bei der die Knochen porös werden.

Barbara Fink gründete 1987 eine Selbsthilfegruppe rund um die Krankheit, bei der die Knochen porös werden.
Die 82-jährige Barbara Fink hatte erwogen, sich aus Altersgründen zurückzuziehen, macht nun aber weiter.

Die 82-jährige Barbara Fink hatte erwogen, sich aus Altersgründen zurückzuziehen, macht nun aber weiter.

abi

Die 82-jährige Barbara Fink hatte erwogen, sich aus Altersgründen zurückzuziehen, macht nun aber weiter.

Krefeld. Beinahe wäre der 30. Geburtstag der letzte gewesen für die Selbsthilfegruppe Osteoporose in Krefeld. Doch da Barbara Fink, die Gründerin der Vereinigung in Bund und Stadt, zwei Mitstreiter gefunden hat, wird es weitergehen.

Die 82-Jährige hatte erwogen, sich aus Altersgründen zurückzuziehen. Jetzt konnte der runde Geburtstag befreit gefeiert werden. „Es ist eine Riesenaufgabe“, berichtet Barbara Fink. „1987 war die Krankheit noch als ,Frauenleiden‘ verschrien. Bei der Gründung in Krefeld hatten wir auf Anhieb 200 Leute in unseren Reihen.“

Heute sind es 300 Mitglieder in 19 Gruppen

Zu den stärksten Zeiten zählte die Osteoporose-Selbsthilfegruppe 750 Mitglieder, die sich in 50 Therapiegruppen einfanden. „Wir waren großartig beschäftigt“, sagt die Leiterin und lacht.

Heute sind es immerhin noch 300 Mitglieder in 19 Gruppen. 20 Leute sind seit 20 Jahren dabei. Es sind mehr Frauen von Osteoporose-bedingten Knochenbrüchen betroffen als von Brustkrebs, Schlaganfall und Herzinfarkt zusammen. Und: Osteoporose bleibt oft lange unerkannt. Fink weiß jedoch: „Ein Drittel der Männer leidet auch daran.“ Doch könne durch eine gezielte Therapie viel erreicht werden.

Eine Osteoporose, die Krankheit vom porösen Knochen, entwickelt sich langsam, still und meist unbemerkt. Es ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Fink: „Wenn das Gerüst nicht mehr stabil ist, ist man nicht mehr mobil. Viele wissen bei der ,Krankheit mit Tücken‘ oft lange gar nicht, was sie haben, bis es dann zum ersten Knochenbruch kommt.“

Es gibt viele beeinflussbare Risikofaktoren

Beinflussbare Risikofaktoren für die Erkrankung sind: Bewegungs-, Ernährungs- und Östrogenmangel, der Genuss von Alkohol, Koffein und Nikotin oder bestimmte Medikamente wie Kortison.

Mit der Therapie sei es ähnlich wie mit der Entstehung. Fink: „Es dauert. Es gibt nicht nur einen klaren Weg, sondern viele unterschiedliche Bausteine. Gezielte Gymnastik ist ein Mittel, die Bewegungsfähigkeit zu erhalten.“

Bei der Osteoporose-Gymnastik liegt der Schwerpunkt auf Übungen, die dehnen und kräftigen, den gesamten Körper stärken, vor allem aber die Muskulatur der Beine, des Bauchs, des oberen Rückens, um der Wirbelsäule Halt und Stabilität zu geben. Insgesamt sollen Koordination, Gleichgewicht, Körperkontrolle und -haltung gefördert werden. Zusätzlich kann das Programm um Kraft- und Ausdauertraining ergänzt werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer