Es sind noch betriebswirtschaftliche, finanzielle wie auch rechtliche Fragen offen. Ein externer Gutachter soll die Varianten fürs Seidenweberhaus zunächst bewerten.

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Die Entscheidung über das Seidenweberhaus ist vertagt.

Die Entscheidung über das Seidenweberhaus ist vertagt.

Dirk Jochmann

Die Entscheidung über das Seidenweberhaus ist vertagt.

Krefeld. Die Entscheidung über die Zukunft des Seidenweberhauses wird voraussichtlich erst im September nächsten Jahres fallen. Es sind vor allem noch betriebswirtschaftliche, finanzielle wie auch rechtliche Fragen offen. Ohne die entsprechenden Antworten können die Fraktionen keine verantwortungsvolle Entscheidung treffen. „Es bringt nichts, ein finanzielles Risiko einzugehen, ohne vorher die offenen Fragen geklärt zu haben“, betont Jürgen Wettingfeld, planungspolitischer Sprecher der CDU. Er weiß die SPD mit im Boot. Gemeinsam hatten die beiden Fraktionen für den gestrigen Planungsausschuss einen überarbeiteten Antrag gestellt, in dem sie die Variante Sanierung des Seidenweberhauses wieder aufgenommen haben. Gegen die Stimmen von FDP und Linke stimmte die Mehrheit dem Antrag zu.

Die Verwaltung hatte in ihrer ursprünglichen Vorlage aus Kostengründen und wegen erheblicher funktionaler Defizite des Gebäudes die Sanierungsvariante als nicht sinnvoll bewertet. SPD, CDU und Grüne lobten die Verwaltungsvorlage zur Klarheitsfindung, sprachen sich aber gleichzeitig für die Beauftragung eines externen Veranstaltungsfachmanns aus, der die unterschiedlichen Varianten, Sanierung SWH, Neubau und Hotel auf Theaterplatz oder Integration der Veranstaltungshalle ins Kesselhaus im Mies-van-der-Rohe-Businesspark auf ihre Rentabilität überprüft. Nach Berechnung der SPD-Fraktion ist der jährliche finanzielle Aufwand für das SWH von mehr als zwei Millionen Euro (inklusive Zuschussbedarf) höher als die von den beiden möglichen Investoren in Aussicht gestellte Pacht. Dezernent Linne bestätigte die SPD-Berechnung. Er sagte aber noch einmal deutlich, dass bei einem Neubau auf dem Theaterplatz das Vorhaben europaweit ausgeschrieben werden müsse. Die Betreibergesellschaft ist für ihn – egal bei welcher Variante – weiterhin die Seidenweberhaus GmbH.

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