Für die Galasitzung am Samstag wurde der Heinrichstift in ein Krankenhaus verwandelt. Die Karnevalisten feierten im Arztkittel.

Gleich mehrere Gruppen hatten gesanglich und tänzerisch einiges zu bieten.
Gleich mehrere Gruppen hatten gesanglich und tänzerisch einiges zu bieten.

Gleich mehrere Gruppen hatten gesanglich und tänzerisch einiges zu bieten.

Gleich mehrere Gruppen hatten gesanglich und tänzerisch einiges zu bieten.

Hüls. "Wie ist die Stimmung in der Chirurgie? Wie sieht´s in der HNO aus?" Nein, am Samstag findet im Heinrichstift in Hüls kein Ärztekongress statt. Der Sechserrat hat zu seiner Galasitzung geladen. Unter dem Motto "Karneval in der neuen Hülser Helios-Klinik" verwandelt der Sechserrat den Saal in ein Krankenhaus. Kurzerhand werden die Sitzreihen in verschiedene Stationen unterteilt, viele Karnevalisten erscheinen im Ärztekittel und Schwesternoutfit.

Passend zum Motto ist ein Höhepunkt des Abends der Auftritt der Hülser Kult-Bürgerin Käthe Faatz, die an einer mysteriösen Krankheit leidet. Erfolglos ist Käthe von Arzt zu Arzt gerannt und konnte dann endlich in der Helios Klinik geheilt werden. Die Diagnose: Krötengrippe. Oder wie es die Ärzte ausdrücken: Käthe Faatz hat sich das H1N1-47839-Virus eingefangen.

Immer wieder werden Lieder in den Auftritt eingebaut. Die Jecken sind begeistert und singen schunkelnd mit, als ein alter Hit von Wolfgang Petry mit abgeändertem Text ertönt: "Das ist Wahnsinn, sie hat die Grippe der Kröten." Eine Premiere gibt es auch zu sehen im Heinrichstift. Der erst 20-jährige Peter Hoebertz alias "Der Struwwelpeter" steht zum ersten Mal alleine auf der Bühne, besteht seine Reifeprüfung aber mit Bravour. Amüsant erzählt er von seinen Berufswünschen und den Hindernissen, die ihm dabei im Weg stehen.

Nachdem er bereits über die Arbeit im Autohaus und bei der Polizei gelästert hat, muss auch die Bundeswehr dran glauben: "Kennen Sie die Werbevideos, mit denen junge Menschen überzeugt werden sollen, lieber Waffen als alte Menschen in die Hand zu nehmen?" Die Karnevalisten sind vom "Struwwelpeter" so begeistert wie vom gesamten Abend.

Eine Michael-Jackson-Imitation, ein Schiedsrichter-Sketch, viele Tanz- und Musik-Einlagen und denkwürdige Büttenreden sorgen für einen kurzweiligen Abend. Bis weit nach Mitternacht feiern die Mitglieder des Sechserrats und ihre Gäste.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Sechserrat der katholischen Jugend Hüls gegründet. Mittlerweile ist aus der Idee ein Verein geworden, der sich dem Brauchtum verpflichtet sieht.

Die nächste Sitzung findet am 13. Februar statt.

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