Bei dem Medienprojekt lesen Klassen kostenlos die Zeitung, schreiben selber und lernen Nachrichten zu checken.

Bei dem Medienprojekt lesen Klassen kostenlos die Zeitung, schreiben selber und lernen Nachrichten zu checken.
Sabine Schouten (9.v.r.) und WZ-Redakteurin Yvonne Brandt (6.v.l.) haben den neuen teilnehmenden Lehrern das Medienprojekt Texthelden gestern im Ricarda-Huch-Gymnasium vorgestellt.

Sabine Schouten (9.v.r.) und WZ-Redakteurin Yvonne Brandt (6.v.l.) haben den neuen teilnehmenden Lehrern das Medienprojekt Texthelden gestern im Ricarda-Huch-Gymnasium vorgestellt.

Marc Mocnik

Sabine Schouten (9.v.r.) und WZ-Redakteurin Yvonne Brandt (6.v.l.) haben den neuen teilnehmenden Lehrern das Medienprojekt Texthelden gestern im Ricarda-Huch-Gymnasium vorgestellt.

Krefeld. Das Medienprojekt Texthelden startet am Montag in Krefelds Schulen. Vier bis sechs Wochen lang werden Grundschüler wie auch Schüler weiterführender Schulen kostenlos täglich mit ihren Lehrern die WZ lesen, für die Print- und Online-Ausgabe der Zeitung schreiben und auf Wunsch das Presse- und Druckhaus besichtigen. „In diesen Zeiten ist das Schulprojekt wichtig wie noch nie“, sagt Sabine Schouten von der betreuenden Agentur, die das Medienprojekt der WZ seit drei Jahren inhaltlich und praktisch begleitet, gestern bei der Auftaktveranstaltung im Ricarda-Huch-Gymnasium.

„Die Glaubwürdigkeit der Medien bricht ein“, skizziert Schouten die Stimmung in der Gesellschaft, nicht ohne sofort eine Lanze für die Tageszeitung zu brechen. „Obwohl Jugendliche nicht unbedingt als Erstes zur Zeitung greifen bei der Suche nach Informationen, hat die Zeitung eine große Glaubwürdigkeit für sie.“ Ziel des Medienprojektes soll es deshalb sein, dass sich die Schüler kritisch mit Nachrichten auseinandersetzen. Vor allem in Zeiten von Falschnachrichten und Schlagzeilen-Hypes in den Sozialen Medien.

Als plakatives Beispiel erinnert Schouten an die Meldungen über Horror-Clowns auf Facebook. „Bei dem ersten angeblichen Horror-Clown in Deutschland handelte es sich in Wirklichkeit um einen unverkleideten Hausmeister – doch viele Schüler waren schon ganz hysterisch.“ Mit dem Zeitungsprojekt können die teilnehmenden Lehrer ihre Schüler befähigen, künftig besser herauszufinden, was stimmt und was nicht. Aber auch Spaß beim Lesen und Schreiben verspricht das Projekt.

Themen und Anregungen für Projekte im Unterricht gibt es in der Zeitung genug. „Die Zeitung bietet sich sehr gut für den Deutsch-Unterricht an, aber auch für den Kunstunterricht und das Fach Politik. Es gebe aber auch Lehrer, die das Projekt Texthelden im Sport oder in Biologie einsetzen. „Auf Wunsch erhalten Sie von uns Themenanregungen und zusätzliches Material wie Auswertungsbögen zur Bundestagswahl oder Dossiers zu bestimmten Themen, aber auch Tipps zur Recherche, zum Schreiben, zum Fotografieren und – ganz cool – zum Filmen.“

Möglich wird dieses für die Schulen kostenlose Medienprojekt durch finanzielle Unterstützung von Currenta, HSBC und den Stadtwerken Düsseldorf. Lehrer, die Interesse an den Texthelden haben und mit ihren Klassen mitmachen möchten, haben noch bis zum 5. November Gelegenheit, sich für die nächste Projektrunde anzumelden. Diese startet am 27. November.

texthelden.info

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