Katrin Kuhn schlägt ein Areal für alle Generationen vor.

Der Spielplatz an der Katterbachstraße ist eher klassisch auf Kinder ausgerichtet. Katrin Kuhn möchte auch die älteren Generationen mit einbinden.
Der Spielplatz an der Katterbachstraße ist eher klassisch auf Kinder ausgerichtet. Katrin Kuhn möchte auch die älteren Generationen mit einbinden.

Der Spielplatz an der Katterbachstraße ist eher klassisch auf Kinder ausgerichtet. Katrin Kuhn möchte auch die älteren Generationen mit einbinden.

Dirk Jochmann

Der Spielplatz an der Katterbachstraße ist eher klassisch auf Kinder ausgerichtet. Katrin Kuhn möchte auch die älteren Generationen mit einbinden.

Krefeld. So eine Überraschung. Eine Schaukel wünschen sich wirklich alle. Vom Kleinkind bis zum Senior möchten sich alle spielerisch den Wind um die Nase wehen lassen. "Das habe ich mir so nicht vorgestellt", sagt Katrin Kuhn mit einem Lächeln. Die Studentin hat an ihrer Lüneburger Uni das Projekt "Mehrgenerationenspielplatz" gestartet und Umfragen dazu durchgeführt. Sie war vom Ergebnis nicht nur verblüfft, sondern auch begeistert. Es war für sie so spannend, dass sie sich mit dem Plan für diesen gemeinsamen "Raum für Jung und Alt" auch für die Imagekampagne "Krefeld - Schöner hier" beworben hat.

Ursprünglich kommt die Idee für den Mehrgenerationenspielplatz aus China, aber auch deutsche Städte wie Buchholz haben schon solch einen Action-Platz für kleine und große Leute: "Er soll Begegnung, Bewegung und Entspannung für alle bringen."

Es spricht aber noch viel mehr für einen derartigen Bereich. Er kann Treffpunkt für Generationen sein, ist ein Platz an dem Großeltern ihre Enkel hüten können, er dient der Gesundheitsförderung ebenso wie dem sinnvollen Zeitvertreib, er schützt vor Vereinsamung und fördert den Zusammenhalt der Generationen.

Ein Anreiz für die Älteren, sich im Freien zu bewegen

"Neben der geliebten Schaukel wünschen sich Alt und Jung einen Platz für Hockey, Fußball, Tischtennis, Boule, Tauziehen und Gesellschaftsspiele. Fitnessgeräte wie Cross-Trainer oder Schulter- und Rückentrainer für die Älteren stehen ebenso auf der Liste wie die Rutsche für die Kinder", weiß die 24-Jährige. "Es sind Anreize für die Älteren, sich im Freien zu bewegen. Spielen ist nicht nur etwas für Kinder."

Orte für diesen Mehrgenerationenspielplatz können nach Ansicht von Katrin Kuhn in Krefeld der Fischelner Stadtpark und der Stadtwald sein. "Für den zuletzt genannten Ort sprechen der schöne Teich und das nahe gelegene Café", denkt die Studentin. Wichtig sei es auf jeden Fall, dass er weder für Rollatoren noch für Kinderwagen Barrieren aufweise. "Neben der guten Erreichbarkeit ist es auch wichtig, dass ausreichende Sitzgelegenheiten und Toiletten für die ,Generationen in Bewegung’ vorhanden sind", sagt Katrin Kuhn.

Katrin Kuhn studiert an der Universität von Lüneburg Management und Marketing. Sie kann sich vorstellen, später in Krefeld und Umgebung im Stadtmarketing zu arbeiten. Da das Studium derzeit viel Zeit kostet, bleibt für Hobbys kein Raum. Die 24-Jährige freut sich sehr, dass ihr Projekt gemeinsam mit den "Büchertürmen" und der "Summer Street" zu den besten drei der Imagekampagne der Stadt "Krefeld - Schöner hier" gehört.

Bis Ende des Monats haben interessierte Krefelder die Gelegenheit, sich an der Endabstimmung um die beste Idee zu beteiligen. Die Vorschläge stehen auf der Website www.krefeld-schoen-hier.de zur Abstimmung bereit. Die Siegeridee wird Anfang März bekannt gegeben und soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Dazu stehen 60 000 Euro zur Verfügung.

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