Heinke Reuter möchte ihre Leidenschaft allen Krefeldern näher bringen.

Kein Zweifel – Heinke Reuter liebt Bücher. Sie wünscht sich Tauschstationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt werden könnten.
Kein Zweifel – Heinke Reuter liebt Bücher. Sie wünscht sich Tauschstationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt werden könnten.

Kein Zweifel – Heinke Reuter liebt Bücher. Sie wünscht sich Tauschstationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt werden könnten.

abi

Kein Zweifel – Heinke Reuter liebt Bücher. Sie wünscht sich Tauschstationen, die über das ganze Stadtgebiet verteilt werden könnten.

Krefeld. Ohne Bücher geht für Heinke Reuter gar nichts. "Ich lese im Urlaub und jeden Abend zu Hause, bis die Augen zufallen", sagt die 66-Jährige mit einem Lächeln. "Der aktuelle ist stets mein liebster Lesestoff." Sie mag die Autoren Christine Brückner, Ulla Hahn und Peter Härtling besonders gerne. Und weil sie Bücher so sehr mag, hat sie sie zum Projekt gemacht und es für die Imagekampagne der Stadt "Krefeld - Schöner hier", eingereicht.

"Das Thema ist geklaut", gibt sie unumwunden zu, denkt aber, dass Diebstahl mit den Augen nicht so schlimm sei. "In Bonn gibt es die so genannten Büchertürme schon seit rund zehn Jahren." An schönen Straßen und Promenaden werden dort an zwei Seiten zu öffnende Metallkästen aufgestellt. Darin befinden sich Bücher, die entnommen oder getauscht werden können.

Der Büchertausch könnte auch in den Stadtteilen stattfinden

"Es spricht auch nichts dagegen, die Sammlung zu vervollständigen. Wie oft höre ich den Stoßseufzer von Freunden, wenn sie keinen Platz mehr für neue Literatur haben", weiß die engagierte Frau, die als Lehrerin und als individual-psychologische Beraterin in Uerdingen tätig ist. "Es wäre doch schön, sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen."

Sie würde die Büchertürme nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in den Bezirken aufstellen. "Ich schlage zwei in jedem Stadtteil vor", überlegt sie laut. "Später können die gelesenen Seiten zurückgestellt werden." Kleine Türme für kleine Leser möchte sie ebenso errichten.

Die 66-Jährige denkt aber auch daran, wie spannend es sein könnte, wenn die Leser Briefe oder Zettelchen zwischen den Seiten zurücklassen würden, mit Kommentaren, Anmerkungen oder Infos für die Nachwelt. "Toll, so eine Nachrichtenbörse", schwärmt sie

Ihre Idee für die "Büchertürme" gehört ebenfalls zu den drei besten Einsendungen. Heinke Reuter wurde in Hameln geboren, wuchs in Bonn auf und kam 1966 nach Krefeld. Sie hat drei erwachsene Kinder und fünf Enkelkinder. Heute arbeitet die Lehrerin als psychologische Beraterin. Die viel beschäftigte und -interessierte Frau ist auch Kunst- und Kreativitätstherapeutin und ihrem Hobby, dem Theaterspielen, geht sie im "Kresch" nach.

Bis Ende des Monats haben interessierte Krefelder die Gelegenheit, sich an der Endabstimmung um die beste Idee zu beteiligen. Die Vorschläge stehen auf der Website www.krefeld-schoen-hier.de zur Abstimmung bereit. Die Siegeridee wird Anfang März bekannt gegeben und soll noch in diesem Jahr realisiert werden. Dazu stehen 60 000 Euro zur Verfügung.

Die Zweifler im Bekanntenkreis fragen schon jetzt: "Das soll in Krefeld funktionieren?" Aber Heinke Reuter ist eine unerschrockene Optimistin. Schließlich hat sie es mit ihrem Vorschlag für die Imagekampagne schon unter die letzten Drei geschafft. cf

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