Das wird teuer: Die tiefen Temperaturen der letzten Tage haben viele Schlaglöcher verursacht.

Der Frost hat dem Asphalt schwer zugesetzt, hier an der Friedrich-Ebert-Straße.
Der Frost hat dem Asphalt schwer zugesetzt, hier an der Friedrich-Ebert-Straße.

Der Frost hat dem Asphalt schwer zugesetzt, hier an der Friedrich-Ebert-Straße.

Dirk Jochmann

Der Frost hat dem Asphalt schwer zugesetzt, hier an der Friedrich-Ebert-Straße.

Krefeld. Schnee, Matsch und Eis sind weg von Krefelds Straßen. Damit ist wieder der Blick frei auf die Fahrbahnen. Und dabei fällt an vielen Stellen auf: Die Asphaltdecke hat unter dem strengen Frost erheblich gelitten. "Wir haben aktuell tatsächlich sehr viele Schäden", bestätigt Hartmut Könner diesen Eindruck. Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau hat noch keinen Überblick, wie schlimm es Krefeld erwischt hat. Sicher ist aber: Es ist schlimmer als in den Vorjahren.

Mit vier Fahrzeugen im Dauereinsatz

Bei der regelmäßigen Überprüfung der Straßen, aber auch aufgrund von Bürgerhinweisen sind Könners Mitarbeiter zurzeit in der Stadt unterwegs, um Löcher zu stopfen. Der Grund für diese Schäden: Feuchtigkeit war in Risse im Asphalt eingedrungen, beim Frost gefroren und dehnte sich dadurch aus. Jetzt, nachdem es getaut hat, platzen die Straßendecken an solchen Stellen reihenweise auf.

"Von uns sind zehn Mitarbeiter mit vier Fahrzeugen die ganze Zeit beschäftigt, diese Stellen auszubessern", sagt Hartmut Könner. Sie werden dann gereinigt und mit so genanntem Kaltmischgut auf Bitumenbasis befüllt.

Könner räumt ein, dass dies nur ein grobes Ausbessern ist. "Wenn wir alle Schäden erfasst haben, müssen wir entscheiden, wie wir vorgehen", sagt er. Da nicht auszuschließen ist, dass eine neuerliche Frostperiode noch weitere Schäden anrichtet, wird dies wohl erst im Frühjahr möglich sein. In besonders schlimmen Fällen sei denkbar, das Straßenerneuerungsprogramm zu ergänzen, so Könner. Wie viel Geld die Stadt dafür zur Verfügung stellen kann, ist allerdings völlig unklar. Auch dafür fehle letztlich der Gesamtüberblick, sagt Hartmut Könner.

Für belastbare Zahlen über die aktuellen Frostschäden auf Krefelds Straßen sei es zudem noch zu früh. Vielleicht komme das Konjunkturpaket der Bundesregierung zur rechten Zeit, meint er. Denn auch Investitionen in den Straßenbau - insbesondere von Kommunen - wurden als Möglichkeit des 50-Milliarden-Pakets in Aussicht gestellt.

Krefelds Straßennetz umfasst rund 800 Kilometer. Bis die komplett auf Schäden untersucht sind, dauert es noch ein wenig. Priorität genießen Hauptverkehrsstraßen.

Tiefbauamtsleiter Hartmut Könner bittet Bürger, Straßenschäden zu melden, damit man diese begutachten könne. Dazu ist ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 864141 eingerichtet.

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