Caritas hofft auf Zustimmung zum Stadt-Zuschuss.

Krefeld. In Kürze wird sich entscheiden, ob der Stadtrat das Freiwilligenzentrum mit einem Zuschuss von 60 000 Euro am Leben erhält. "Wir schaffen es nicht mehr allein und müssten die Einrichtung sonst zur Jahresmitte schließen", hofft Hans-Georg Liegener auf ein Votum für den Erhalt. Der Caritas-Geschäftsführer beziffert anlässlich der Jahresbilanz für 2009 den Gesamtbedarf des Zentrums auf 100 000 Euro. Ohne die über 300 ehrenamtlichen Mitarbeiter könne man dann viele Dienste nicht mehr leisten und ohne das Freiwilligenzentrum weniger neue Kräfte gewinnen.

Trotz der misslichen Lage der öffentlichen Haushalte und der schmerzhaften Einschnitte aus den rückläufigen Kirchensteuereinnahmen habe die Caritas im letzten Jahr gut gewirtschaftet. "Das spiegelt sich in einem Umsatzplus von 0,7 Millionen Euro und in 80 neuen Mitarbeitern wider", so Liegener. Zwar habe man Ende 2009 aus Kostengründen die Familienpflege und die Betreuung in der Seniorenresidenz Porthof in Hüls schließen müssen, unterhalte aber in der Region Krefeld-Meerbusch weiterhin 32Einrichtungen.

Darunter befinden sich viele Hilfsangebote zum Nulltarif, unter anderem der Kinder- und Jugendtreff Marienburg am Inrath, die Alkohol- und Drogenhilfe, der Seniorenclub "Em Cavenn" und Mutter-Kind-Kuren. Fortgeführt wird das Bildungsprojekt "Überflieger" zur Motivation begabter Jugendlicher mit Migrationshintergrund.

In Schicksbaum will sich die Caritas für das geplante Begegnungs- und Jugendzentrum (die WZ berichtete) als Träger engagieren und ist bereits mit verschiedenen integrativen Arbeitskreisen aktiv. Die Verhandlungen mit der Stadt laufen. Auch bei den ambulanten Diensten bereitet der Verband ein neues Angebot vor - eine Tagespflege am Deutschen Ring. "Für pflegende Angehörige ist es eine spürbare Entlastung, ihre Familienangehörigen dort tageweise unterzubringen", erläutert der Caritas-Chef. Außerdem erhält das Josefshaus als ältestes Seniorenheim des Verbands einen Neubau.

Der Caritasverband und die gemeinnützige Tochtergesellschaft Krefelder Caritasheime unterhalten in der Region Krefeld-Meerbusch 32 Einrichtungen. Sie beschäftigen 1056 hauptamtliche Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 40,3 Millionen Euro.

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