Der verseuchte Boden ist ausgetauscht. Die Anwohner können im nächsten Sommer wieder grillen.

Altlast
Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

abi (1), Archiv, Bild 1 von 4

Ein gutes dreiviertel Jahr lang ist am Saxhof der verseuchte Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern abgetragen worden.

Krefeld. Der Albtraum für die Bewohner der Reihenhäuser Am Saxhof in Stahldorf geht zu Ende. Seit März ist auf einer Fläche von 440 Quadratmetern der schwer belastete Boden bis in eine Tiefe von 15 Metern ausgetauscht worden. „Für die Anwohner besteht keine Gefahr mehr.“

Auch von dem Boden unter den Häusern gehe keine Gefährdung mehr aus. Das stellt Ernst-Werner Hoffmann vom Altlastensanierungsverband (AAV) fest. Wie berichtet, war das Erdreich durch einen Reinigungsbetrieb erheblich verseucht worden.

Vor und während der Sanierungsarbeiten waren Bohrungen durch die Kellerfußböden geführt worden. Aufgrund dieser umfangreichen Untersuchungen kann davon ausgegangen werden, dass von den unter den Häusern verbliebenen Auffüllungen keine Gefahren ausgehen. Hoffmann: „Nach der Sanierung wird eine laufende Kontrolle des Grundwassers und der Raumluft auch in den Kellern erfolgen.“

Der Verband leitet mit der Stadt das aufwendigste Sanierungsprojekt der letzten Jahre in Krefeld. 3,7 Millionen Euro kostet die Aktion, bei der insgesamt 16 000 Tonnen Material bewegt wurden. Das schwer belastete Erdreich wurde zu Deponien in Brüggen und Hünxe gebracht. 20 Prozent der Kosten trägt die Stadt, 80 Prozent der AAV als eine von Land, Kommunen und Teilen der Wirtschaft getragene Einrichtung.

Anwohner möchten sich nicht äußern

Während Hoffmann und Bernhard Plenker, stellvertretender Leiter des städtischen Fachbereichs Umwelt, zu Einzelheiten der Sanierung vor den Häusern an der Obergath Stellung nehmen, bleiben die Türen der Reihenhäuser geschlossen. Keiner der Bewohner der insgesamt 22 betroffenen Häuser will sich offenbar äußern.

Der Altlastensanierungsverband saniert in NRW auf Antrag von Kommunen Altlastenflächen oder Grundstücke mit schädlichen Bodenveränderungen, wenn kein Verantwortlicher mehr gefunden werden kann oder dieser finanziell dazu nicht in der Lage ist.

Der Verband wurde 1988 gegründet. Hinter dem AAV stehen im Rahmen einer freiwilligen Kooperationsvereinbarung das Land NRW, die Kommunen und Teile der NRW-Wirtschaft. Der AAV wendet derzeit rund zehn Millionen Euro pro Jahr auf.

Dabei, so AAV-Sprecher Hoffmann, sei die Kommunikation mit den Anwohnern durchaus positiv gewesen. „Man kann sagen, es war eine kooperative Atmosphäre während der Bauarbeiten.“

Zwar habe es auch „Späne beim Hobeln“ gegeben, doch konnten kontroverse Positionen in der Regel ausgeräumt werden. Drei Hauseigentümer hatten das Angebot des AAV angenommen und sich während der Bauarbeiten in andere Häuser oder Wohnungen umquartieren lassen.

Die Infrastruktur sei jetzt vollständig wieder hergestellt, sagt Plenker. Im Sommer könnten die Bewohner wieder in den Gärten grillen. Bis auf 60 Zentimeter ist die 15 Meter tiefe Baugrube mit Sand und Kies wieder aufgefüllt. Im März werden in der letzten Phase die Gärten und Außenanlagen nach den Wünschen der Bewohner neu gestaltet.

Auf dem Gelände der ehemaligen Großreinigung Froitzheim waren erhebliche Belastungen der Bodenluft, des Grundwassers sowie des Bodens festgestellt worden. Ein gefüllter Schweröltank war beim Abbruch der Großreinigung Froitzheim 1972 zerstört worden – die giftige Substanz war ungehindert in der Erde versickert. Vier Jahre später wurden die 22 Häuser über den Resten von Froitzheim gebaut.

Während der Sanierungen durften die Bewohner ihre Wohnzimmerfenster und -türen zu den Gärten nicht öffnen. Die mit chlorierten Kohlewasserstoffen und Schweröl belastete Erde war durch 391 Großlochbohrungen mit einem Spezialbohrer mit einem Durchmesser von anderthalb Metern ausgehoben worden.

Diese Arbeiten wurden im September beendet. Während dieser Phase drang in einen Keller giftiger Ölschlamm ein.

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