Oberbürgermeister will mit städtischer Hilfe Krefelds Wahrzeichen retten.

Die Dionysius-Kirche mit Gerüst.
Die Dionysius-Kirche mit Gerüst.

Die Dionysius-Kirche mit Gerüst.

Andreas Bischof

Die Dionysius-Kirche mit Gerüst.

Krefeld. Ende Dezember könnte Krefelds Wahrzeichen, die Dionysiuskirche, wieder eine Spitze haben. Oberbürgermeister Gregor Kathstede setzt alles daran und ist zuversichtlich, in Kürze mit städtischer und bürgerschaftlicher Hilfe eine Lösung für die katholische Kirche zu finden: "Im Sommer könnten schon die Arbeiten am Mauerwerk beginnen."

"Die Mittel für den Wiederaufbau des Oktogons, das achteckige Fundament, sind da", sagt CDU-Parteichef Winfried Schittges, der das Vorhaben unterstützt. Im Juli 2004 musste die damalige Turmspitze demontiert werden, nachdem zunächst bei Stürmen im Frühjahr Teile des Turms 79 Meter in die Tiefe gestürzt waren. Eine anschließende Überprüfung hatte ergeben, dass die Unterkonstruktion der alten Kupferhaube durchgerostet war. Seither ist der Turm von weit her sichtbar eingerüstet.

Nach Angaben des Bausachverständigen Karl-Heinz Petermann kostet eine neue kupferfarbene Haube rund 560000, die gesamte Baumaßnahme 810000 Euro. Mitglieder des Vereins "Krefelder Wahrzeichen" und die Krefelder Bürger haben bislang eine Summe von 240000 Euro gesammelt.

Der Verein hofft, noch weitere 100000 Euro zusteuern zu können. Durch den Verkauf des Papst-Johannes-Hauses und der Pfarrgebäude hat die Kirche inzwischen wieder Geld für die Sanierung des Oktogons. In den nächsten Wochen hofft Kathstede auf weitere Unterstützung des Bistums.

"Die Dio-Spitze ist von Beginn an nicht nur ein theologischer, sondern immer auch ein weltlicher Wegweiser für die Besucher Krefelds gewesen", sagt Kathstede. Jetzt sei der Zeitpunkt, das Wahrzeichen wiederzuerrichten. yb

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